Historischer Test Nr. 23 (Januar 1967) Super-Benzin für Normal­verbraucher

Historischer Test Nr. 23 (Januar 1967) - Super-Benzin für Normal­verbraucher
© Stiftung Warentest

Ist Super-Benzin von freien Tank­stellen wirk­lich schlechter? Fahren Autos mit Super schneller als mit Normal-Benzin? Und: Reicht eine Tank­füllung Super weiter als eine Füllung mit Normal? All diese Fragen beant­wortete die zweite Benzin-Unter­suchung der Stiftung Warentest im Januar 1967. Nach 3 000 Messungen stand fest: Nur 37 von 113 Super-Proben reichten auch für hoch­gezüchtete Sport­wagen-Motoren. Und: Mit Super kam man zwar weiter, zahlte aber auch mehr.

Inhalt

Siehe auch Normal-Benzin – Es kommt nicht auf die Farbe an

Literheiz­wert nur drei Prozent höher

Auszug aus test 01/1967:

„Super-Kraft­stoffe haben einen höheren Literheiz­wert. Das bedeutet in der Praxis: Mit einer Tank­füllung Super kann man weiter fahren als mit Normal-Benzin. Ein Vorteil, den Kraft­fahrer allerdings überbewerten. Das Prüf­institut stellte fest: Der Literheiz­wert von Super liegt gegen­über Normal-Benzin im Schnitt um drei Prozent höher. Genauer: Ein Fahr­zeug das für 100 Kilo­meter zehn Liter Normal-Benzin verbraucht, fährt mit zehn Liter Super etwa 103 Kilo­meter. Der Preis­abstand zwischen beiden Benzin­arten beträgt sieben Pfennig pro Liter. Wir rechneten aus: Bei einem Verbrauch von zehn Liter Normal-Benzin auf 100 Kilo­meter (angenom­mener Literpreis 50 Pfennig) hat der Auto­fahrer nach 1000 Kilo­metern 50 Mark ausgegeben. Für 1 000 Kilo­meter, mit Super gefahren, bezahlt er dagegen 55,34 Mark. Anders gerechnet: 55,34 Mark, für Super ausgegeben, reichen für 1 000 Kilo­meter. 55,34 Mark, für Normal ausgegeben, reichen für rund 1 107 Kilo­meter.“

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