Historischer Test Nr. 13 (September 1966) Test

Hohes C oder Ditt­meyer’s Valensina kennt heute noch jeder, aber an Florida Boy oder Sunkist erinnert sich meist nur, wer in den Sechziger- oder Siebziger­jahren groß geworden ist. Nachdem die Stiftung Warentest im Juni 1966 bereits Apfelsaft getestet hatte, untersuchte sie kurz darauf auch 21 Orangensäfte und 6 Orangensaft­getränke. Am besten schnitten zwei alte Bekannte ab. Immerhin: Alle Säfte waren frei von Konservierungs­stoffen und Aroma­zusätzen – doch manche enthielten Zinn.

Wie die Stiftung Warentest im Jahre 2014 Orangensaft getestet hat, verrät der Test Säfte und Unternehmensverantwortung

Schlechte Verpackung kann den Geschmack beein­flussen

So fasste die Stiftung Warentest ihren Test Nr. 13 zusammen (test 06/September 1966):

„Orangensäfte in Flaschen schnitten besser ab als Säfte in Dosen. Eine schlechte Verpackung kann den Geschmack beein­flussen. In den Dosensäften fanden wir einen ziemlich hohen Anteil an Metallen, vor allem Zinn. Aber: Alle Säfte waren frei von Konservierungs­stoffen und Aroma­zusätzen. Auch Schädlings­bekämpfungs­mittel (Insektizide) konnten nicht nachgewiesen werden. Die Höhe des Vitamin-C-Gehalts hat keinen Einfluß auf den Geschmack. Libby’s erhielt bei der sensorischen Prüfung nur 3,5 Punkte für den Geschmack, hatte aber mit 480 Milligramm je Liter den höchsten Anteil an Vitamin C. Bei den Säften lag der Vitamin-C-Gehalt höher als bei den Saft­getränken. Das liegt daran: Säfte sind naturrein, Saft­getränke »verdünnt«. Bei den Preisen gab es große Unterschiede: Val Orange war der billigste Saft im Test, er kostete je Liter 1,23 Mark, ditt­meyer’s war mit 3,21 Mark je Liter der teuerste. Saft­getränke, also »verdünnte« Säfte, kosten im Vergleich zu naturreinen Säften in Dosen meistens mehr: Ihre Preise bewegen sich zwischen 1,47 Mark (Florida Boy) und 2,21 Mark (Cappy) je Liter.“

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