Hirndoping Meldung

2008 machte eine Umfrage Schlagzeilen: 20 Prozent der teilnehmenden Wissenschaftler aus aller Welt hatten sich zum „Hirndoping“ bekannt. Dabei schlu­cken Menschen Pillen nicht gegen Krankheiten, sondern für mehr geistige Leistungs­kraft – um etwa im Job zu glänzen oder Stress zu ertragen. Die Idee kommt in Deutsch­land nicht gut an, zeigt eine aktuelle Erhebung des Robert-Koch-Instituts unter 6 142 Erwachsenen. Nur 74 davon, also 1,5 Prozent, nahmen im vergangenen Jahr Medikamente oder illegale Substanzen zum Hirndoping. Besonders anfäl­lig sind Leute unter 45 Jahre oder mit hoher Wochen­arbeits­zeit. Am häufigsten kamen Antide­pressiva zum Einsatz, gefolgt von illegalen Stoffen wie Amphet­aminen. Dass solche Mittel die geistige Leistungs­kraft tatsäch­lich steigern, ist kaum belegt. Sie können aber Neben­wirkungen wie psychische Störungen auslösen oder abhängig machen.

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