Zwei an fort­schreitender multipler Sklerose leidende Versicherte haben Anspruch auf ein modernes und tech­nisch aufwendiges Fußheber­system von ihrer Krankenkasse. Das entschied das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg in zwei Urteilen (Az. L 4 KR 531/17 und L 11 KR 1996/17). Das neue Fußheber­system sendet drahtlos kleine elektrische Impulse an den Waden­bein­nerv und stimuliert dadurch den vorderen Schien­beinmuskel, auch „Fußheber“ genannt. Als Hilfs­mittel diene das System nicht der eigentlichen Krankenbe­hand­lung, sondern dem Ausgleich der Behin­derung mit dem Ziel, die Gehfähig­keit und Mobilität der Versicherten zu verbessern. Dafür dürften Versicherte nicht auf kostengüns­tigere, aber weniger wirk­same Hilfs­mittel verwiesen werden, erklärten die Richter.

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