Mit einem Grundsatzurteil haben die Richter des Bundessozialgerichts die Lage von etwa 125 000 Menschen verbessert, die ihr Gehör fast komplett verloren haben. Ihre Krankenkasse muss ihnen nun ein digitales Hörgerät bezahlen, wenn der kleine Apparat für die Patienten medizinisch notwendig ist (Az. B 3 KR 20/08 R).

Die Richter entschieden im vorliegenden Fall, dass die Krankenkasse für das digitale Hörgerät eines fast tauben Versicherten insgesamt etwa 4 000 Euro zahlen muss. Der Anteil von knapp 1 000 Euro, den die Krankenkasse zahlen wollte, reiche nicht.

Die Krankenkassen müssen nach diesem Urteil für Geräte aufkommen, die gegenüber anderen Hörhilfen erhebliche Gebrauchsvorteile im alltäglichen Leben bieten und bestmöglich geeignet sind, um das Hörvermögen der Patienten an das von Gesunden anzugleichen.

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