Haushaltshilfen: Offizielle Beschäftigung: So läuft das Verfahren

Erste Voraussetzung, um eine Hilfe aus Osteuropa einzustellen: Im Haus muss eine pflegebedürftige Person leben, die Geld von der Pflegekasse erhält.

Die Stellenvermittlung läuft allein über die Bonner Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV), eine Behörde der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit – nicht über osteuropäische Vermittler.

Wer eine Haushaltshilfe möchte, geht zum Arbeitsamt und füllt einen Arbeitsvertrag aus. Zweisprachige Formulare liegen als Muster bereit. Dann wird die Stelle regulär hier ausgeschrieben, damit auch deutsche Bewerber zum Zug kommen können. Ist nach einer Woche niemand gefunden, geht die freie Stelle an die ZAV, die sie den ausländischen Arbeitsämtern meldet.

In der Praxis ist es aber viel häufiger, dass eine Familie genau die Person möchte, die schon bei ihr arbeitet. Auch das wird ermöglicht: 443 namentliche Vermittlungen zählte die ZAV bisher, dagegen nur 43 anonyme. Auch bei namentlicher Anforderung muss die Hilfskraft persönlich bei ihrem Arbeitsamt vorsprechen, also erst mal ins Heimatland fahren. Der Arbeitsvertrag wird dorthin übermittelt. Vor Ort werden Visum und Aufenthaltserlaubnis beantragt. Das Verfahren dauert laut ZAV etwa fünf bis sieben Wochen – vom Tag, an dem alle Unterlagen vorliegen bis zur Einreise.

Deutschkenntnisse oder berufliche Qualifikationen werden nicht verlangt. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Es muss eine Vollzeitstelle mit 38,5 Wochenstunden sein.

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