Insektengiftallergie: Vorsicht, Stachel

Giftattacke. Zwei bis vier Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Insektenstiche, in unseren Breiten besonders auf das Gift von Bienen und Wespen. Eine Allergie kann sich als Rötung, Schwellung oder Juckreiz an der Einstichstelle bemerkbar machen oder den ganzen Organismus erfassen, schlimmstenfalls einen anaphylaktischen Schock auslösen, auch schon bei Kindern.

Lebensgefährlicher Schock. Bei sehr starken allergischen Reaktionen sinkt der Blutdruck drastisch ab, die Schleimhäute schwellen stark an, es kommt zu Atemnot, Schweißausbrüchen, Schwindel, Benommenheit und Übelkeit. Bei solchen Beschwerden muss sofort der Notarzt verständigt werden: Telefon 112.

Notfallset. Wer auf Insektenstiche hoch allergisch reagiert, sollte sich vom Arzt ein Notfallset verschreiben lassen. Es enthält eine Fertigspritze mit Adrenalin, ein schnell wirkendes Antihistaminikum, vorzugsweise als Saft, und einen kortisonhaltigen Saft. So kann der Kreislauf vorübergehend stabilisiert und die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt werden. Für Kinder gibt es die Fertigspritze mit einer niedrigeren Wirkstoffkonzentration. Sinnvoll ist auch ein Allergiepass. Zur Vorbeugung eignet sich eine Hyposensibilisierung (siehe „Impfung gegen Allergie“ in Startseite Test).

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