Konsequent behandeln

Vorbeugen: Heuschnupfen kann vorbeugend oder akut behandelt werden. Viele Medikamente sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich (siehe auch Tabellen). Zur Vorbeugung gegen leichte Beschwerden eignen sich Augentropfen oder Nasensprays mit dem Wirkstoff Cromoglizinsäure. Die Mittel sollten möglichst schon zwei Wochen vor dem Auftreten des Heuschnupfens täglich angewendet werden (Informationen des Pollenflugkalenders nutzen). Der Wirkstoff be­hindert die Freisetzung von Histaminen und anderen Substanzen, die an aller-gischen Reaktionen beteiligt sind.

Im akuten Fall: Für die akute Behandlung eignen sich Antihistaminika. Es gibt Augentropfen und Nasensprays für die lokale Anwendung. Wenn sie die Beschwerden nicht ausreichend lindern, kommen Tabletten und Säfte in­frage. Die Medikamente zum Ein­nehmen wirken etwa innerhalb einer halben Stunde, indem sie die Bindungsstellen für Histamin im Gewebe blockieren. Die meisten Mittel sind nach Rücksprache mit dem Arzt auch für Schwangere und Kinder geeignet.

Bei starkem Heuschnupfen: Wenn die genannten Mittel nicht helfen, kommen zum Beispiel entzündungshemmende Kortison-Nasensprays infrage. Sie sind verschreibungspflichtig.

Bei langer Anwendung: Viele Nasensprays, Augen- und Nasentropfen enthalten Konservierungsmittel. Wenn sie wo­chen- oder gar monatelang angewendet werden müssen, sind Produkte ohne Konservierungsstoffe besser geeignet. Konservierungsstoffe wie Benzalkoniumchlorid oder Chlorhexidin sorgen dafür, dass die Medikamente keimfrei bleiben, sie können aber auch Probleme verursachen. An der Nasenschleimhaut können Konservierungsmittel zum Beispiel die Bewegung der Flimmerhärchen behindern und dadurch die Selbstreinigungskraft der Nase verringern. Im Auge können sie den natürlichen Tränenfilm beeinträchtigen, die Augen austrocknen und Hornhautschäden verursachen. Sie lagern sich auch in weichen Kontakt­linsen ein und können so die Hornhaut schädigen. Außerdem lösen Konser­vierungsstoffe manchmal selbst aller­gische Reaktionen aus.

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