Herzschwäche Meldung

Herzschwache sollen sich schonen, hieß es früher. Damit ist es vorbei. Angesagt ist Bewegung und Sport nach Maß.

Etwa 1,4 Millionen Menschen haben hierzulande ein schwaches Herz. Je fortgeschrittener die Krankheit, umso mehr Ruhepausen sollten sie einlegen, hieß es früher. Die Deutsche Herzstiftung hat ein Umdenken eingeläutet. Sich nur zu schonen, ist falsch.

Studienbelege. Training mit kurzen Belastungs- und langen Erholungsphasen unter ärztlicher Kontrolle kann die körperliche Leistungsfähigkeit um 10 bis 25 Prozent verbessern. Krankenhausaufenthalte wegen Herzschwäche sind seltener erforderlich, die Lebenserwartung wird erhöht.

Mitmachen. Angesprochen sind alle, die beim Treppensteigen rasch in Atemnot geraten. Das gilt auch, wenn bereits geringe Anstrengungen zu Atemnot oder Schwäche führen. In schweren Fällen muss es aber vor Trainingsbeginn gelingen, mit Medikamenten eine anhaltende Stabilisierung der Herzfunktion zu erreichen.

Vorbereiten. Vor der ersten Trainingseinheit steht ein Belastungstest in einer kardiologischen Praxis. Die ersten Sporteinheiten erfolgen unter ärztlicher Aufsicht, möglichst in einem Herzzentrum oder einer Rehaklinik.

Kräfte schonen. Für das Training bieten sich Herzsportgruppen an. Empfohlen wird Bewegung ohne großen Kraftaufwand: zum Beispiel Spazierengehen, längeres Wandern, Nordic-Walking, Radfahren, bei gut Trainierten auch Skilanglauf. Eher zu meiden sind hohe Muskelbelastungen wie Liegestütze oder beispielsweise ein Training mit schweren Hanteln – Pressatmung beeinträchtigt nämlich die Pumpleistung des Herzens.

Risikosignale. Abbrechen, wenn es zu Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder starker Atemnot kommt.

Was Sie tun können, um das Herz zu entlasten, siehe auch www.medikamente-im-test.de.

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