Herzschwäche Meldung

Bei der Diagnose der Herzschwäche gehen Ärzte oft nicht sehr sorgfältig vor. Ärztliche Leitlinien sehen Untersuchungen vor, doch sie werden laut einer Studie in der „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ häufig unzureichend dokumentiert. Selbst die Einstufung des Schweregrads der Herzschwäche – Grundlage für die Medikamentenauswahl – fehlt zum Teil in Krankenakten, die Professor Martin Scherer vom Campus Lübeck des Uniklinikums Schleswig-Holstein ausgewertet hat. Erfahrene Mediziner können Herzschwäche an körperlicher Schwäche, Luftnot bei Belastungen und Wasseransammlungen in den Beinen erkennen, auch durch gestaute Venen am Hals und charakteristische Geräusche beim Abklopfen und Abhorchen des Brustkorbs. Experten fordern aber, dass bei allen Patienten zumindest einmal ein EKG abgeleitet wird, um Herzrhythmusstörungen zu erkennen. Laut den Leitlinien sollte auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens erfolgen. Manchmal finden die Ärzte so einen Defekt an den Herzklappen.

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