Herzrhythmusstörungen Meldung

Sind Herzrhythmusstörungen harmlos oder gefährlich? Die Übergänge sind fließend. Wichtig: eine frühzeitige Diagnose.

Herzschlag

Normalerweise schlägt das Herz mit 60 bis 90 Schlägen pro Minute, bei Aufregung, Angst oder körperlicher Anstrengung auch wesentlich schneller. Das ist nicht krankhaft. Als Herzrhythmusstörung bezeichnet man eine unregelmäßige Abfolge des Herzschlags. Dazu zählen zum Beispiel Herzjagen, Herzstolpern in Form von zusätzlichen Schlägen oder aber auch ein allgemein verlangsamter Herzschlag.

Vorhofflimmern

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern – das Herz schlägt völlig unregelmäßig. Patienten bemerken meist keine Symptome, doch Komplikationen, wie zum Beispiel ein Schlaganfall, können die Folge sein. Der bedeutendste Risikofaktor ist ein zu hoher Blutdruck. Auch die koronare Herzkrankheit kann Rhythmusstörungen verursachen.

Diagnose

Herzrhythmusstörungen lassen sich am ehesten anhand eines Elektrokardiogramms (EKG), eventuell mit Langzeitregistrierung, feststellen. Wichtig ist vor allem die frühzeitige Diagnose und genaue Einordnung der Herzrhythmusstörung durch einen Internisten oder Kardiologen.

Therapie

Wenn Herzrhythmusstörungen als Begleiterscheinung anderer Krankheiten auftreten, muss zunächst die Grundkrankheit behandelt werden. Es gibt auch Medikamente, die den Herzschlag direkt beeinflussen können, doch ihre Anwendung kann auch mit Risiken verbunden sein. Aus diesem Grund werden heute vermehrt nichtmedikamentöse Verfahren, wie Herzschrittmacher und Defibrillatoren, angewendet. Auch chirurgische Eingriffe sind möglich.

Herzwoche

Die Deutsche Herzstiftung informiert im Rahmen der Herzwochen vom 1. bis 30. November über Herzrhythmusstörungen, welche Krankheiten sie verursachen und wie man sie erkennt. Auch Krankenkassen, Kardiologen, Apotheken und Volkshochschulen beteiligen sich daran. www.herzstiftung.de. Siehe auch www.medikamente-im-test.de.

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