Herrenhemden im Test Test

Hell­blaue Business­hemden sind ein Klassiker. Die Stiftung Warentest hat 14 Modelle darauf­hin untersucht, wie lang­lebig, atmungs­aktiv und leicht zu bügeln sie sind. Außerdem haben wir geprüft, unter welchen Arbeits- und Umwelt­bedingungen die Textilien produziert wurden. Im Test traten unter anderem Markenhemden von Eterna, Olymp, Hugo Boss und Van Laack gegen Modelle von Lidl und C&A an (Preise: 10 bis 140 Euro). Über­raschung: Das güns­tigste Hemd ist eins der besten.

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TestHerrenhemden im Test11.09.2019
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Große Preisspanne – große Qualitäts­unterschiede?

Hell­blaue Business­hemden sind in allen Preislagen zu finden. Die 14 Modelle aus der aktuellen Unter­suchung der Stiftung Warentest kosten 10 bis 140 Euro. Wir wollten wissen: Schlagen sich die Preis­unterschiede auch in der Qualität nieder? Können Hemden von Discountern und Modeketten mit teuren Marken-Hemden mithalten? In stan­dardisierten Halt­barkeits­tests haben wir die Baumwoll­hemden gewaschen, geschleudert und gebügelt und mehr­fach auf Schäden untersucht. Außerdem über­prüften wir Trage­komfort und Atmungs­aktivität und testeten, ob die Hemden flott zu bügeln und frei von Schad­stoffen sind.

Das bietet der Business­hemden-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere beiden Tabellen zeigen Bewertungen für 14 Business­hemden. Wir haben untersucht, welche Herrenhemden halt­bar, angenehm zu tragen und flott zu bügeln sind. Und geprüft, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen die Hemden produziert wurden.

Interview. Im Gespräch mit test.de schildert eine ehemalige Kinder­arbeiterin aus Bangladesh die Zustände in der Textil­industrie.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 9/2019.

Warentest: Markenhemden machen im Test schlapp

Das über­raschende Ergebnis: Zwei der güns­tigen Hemden meistern die Prüfungen insgesamt am besten und sind Testsieger. Auch fünf weitere Hemden holen insgesamt ein gutes Gesamt­ergebnis, darunter sind auch ein Bio-Baumwoll­hemd und der teuerste Test­kandidat. Insgesamt 30 Wasch­gänge mussten alle Hemden im Test über­stehen. Das entspricht einer Lebens­dauer von etwa andert­halb bis zwei Jahren. Blasen an den Manschetten und Löcher an den Kragenspitzen fanden wir auch an den Hemden einiger Spitzenmarken. Das passierte auch schon im Test vor mehr als zehn Jahren, im aktuellen Test traten Schäden allerdings erst später auf.

Schad­stoffe trotz Bügelleicht-Chemie kein Problem

Außerdem ein adrettes Ergebnis: Obwohl fast alle Hemden im Test mit Chemie für schnel­leres Bügeln ausgerüstet sind, stellten wir bei keinem Hemd kritische Schad­stoff­gehalte fest.

Hoch­wertig und nach­haltig?

Im Warentest prüften wir die Hemden unter anderem auf Halt­barkeit, Trage­komfort und Pfle­geeigenschaften. Im CSR-Test (Corporate Social Responsibility, gesell­schaftliche Unter­nehmens­ver­antwortung) untersuchten wir, unter welchen Bedingungen sie produziert wurden und wie ihre Anbieter sich für die Umwelt engagieren.

Herrenhemden im Test Test

CSR-Test: Nähfabriken vor Ort besucht

Dass einige Hemden im Test wenig lang­lebig sind, ist ärgerlich. Denn in Business­hemden steckt richtig viel Hand­arbeit. Um heraus­zufinden, wie die Hemden produziert werden, befragten wir die Anbieter zu ihrem sozialen und ökologischen Engagement in der Produktion und über­prüften die Nähfabriken vor Ort, sofern uns die Unternehmen Zutritt gewährten. Unsere Tester inspizierten Nähereien zum Beispiel in Bangladesch, Indonesien, Myanmar, Polen, Tunesien und Türkei.

Echtes Engagement ist rar

Das Ergebnis fällt gemischt aus. Mindest­stan­dards – etwa bei der Arbeits­sicherheit – werden einge­halten. Allerdings halten sich die meisten Firmen nur an Gesetze – echtes Engagement, wie etwa faire Löhne oder die Unterstüt­zung von Gewerk­schaften, ist selten. Relativ hoch ist die Fairness gegen­über Arbeitern und Umwelt nur bei drei Unternehmen.

Slim fit oder Regular – eine Waren­kunde

Die Kragen­weite ist die übliche Größen­angabe für Oberhemden. Gemessen wird sie entlang des Kragens von der Knopf­mitte bis zum Außenrand des Knopf­lochs.

Die Pass­form gibt an, für welche Figur ein Hemd bestimmt ist. Bei deren Bezeichnung haben die Anbieter allerdings Narrenfreiheit. Sie passen das Spektrum vom stark figurbetonten Super Slim fit bis hin zum weiter geschnittenen Comfort fit oft ihrer Kundengruppe an. Ein Hemd mit geradem Schnitt, oft Regular fit genannt, fällt von Marke zu Marke unterschiedlich aus. Der Modern fit ähnelt dem Regular fit, sitzt oft aber figurbetonter. Bei taillierten Slim-fit-Hemden befinden sich häufig Abnäher im Rücken. Die Pass­formen gibts häufig mit verschiedenen Ärmellängen.

Die Kragenform gibt es in unzäh­ligen Interpretationen.Die Hemden im Test sind mit dem Klassiker Kent oder einem Haifisch-Kragen ausgestattet, bei dem die Kragen­enden weiter gespreizt sind. Beide können mit und ohne Krawatte getragen werden. Kragen­stäbchen halten oft die Spitzen in Form.

Nutzer­kommentare, die vor dem 28. August 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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