Herren-Gesichtscremes Test

Regelmäßige Rasuren, Stress und Umwelteinflüsse machen der Männerhaut zu schaffen. Das Ergebnis: trockene, müde und schlaffe Gesichtszüge. Zur Abhilfe greifen manche Männer in den Tiegel ihrer Partnerin. Doch damit tun sie ihrer Haut keinen Gefallen. Cremes für Frauen enthalten meist zu viel Fett für Männerhaut und kommen oft mit blumig-weiblichen Duftnoten daher. Da steht nicht jeder Mann drauf. Inzwischen gibt es genügend gute Gesichtscremes, die speziell auf die Bedürfnisse maskuliner Haut abgestimmt sind. Stiftung Warentest hat zehn Herren-Gesichtscremes getestet. Sieben davon schnitten mit „gut“ ab.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Gesichtscremes für Männer

Feuchtigkeitsspender

Männer haben eine robustere, um etwa 20 Prozent dickere Haut als Frauen. Sie verfügt über mehr rückfettende Talgdrüsen und einen stabilen Fett-Feuchtigkeitsmantel. Daher braucht Männerhaut in der Regel weniger Fett als Frauenhaut. Statt dessen versprechen Herren-Gesichtscremes vor allem Feuchtigkeit, um der müden Haut wieder Spannkraft und Schutz zu geben. Im wichtigsten Prüfpunkt, der Feuchtigkeitsanreicherung, schnitten fast alle Cremes mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Nur Clinique und dm/Balea verfehlten das Ziel und erhielten die Noten „befriedigend“ beziehungsweise „ausreichend“. Mit Hilfe so genannter Corneometer ist die Feuchtigkeitsanreicherung messbar. Der auf die Haut aufgesetzte Messkopf des Corneometers registriert, wie viel Feuchtigkeit die Haut durch das Eincremen gewinnt.

Preiswerte vorn

Dass gute Herren-Gesichtscremes nicht teuer sein müssen, beweist der Testsieger Florena Men: 100 Milliliter für 5,60 Euro. Hier ist die Feuchtigkeitsanreicherung „sehr gut“ und auch die übrigen Prüfpunkte wie Anwendung, Nutzinhalt und Deklaration sind durchweg „gut“. Zum Vergleich: Die teuerste Creme im Test, Lancôme Homme, ist mit 72 Euro je 100 Milliliter gut 12 Mal so teuer wie Florena, besteht den Test aber insgesamt nur mit „befriedigend“. Die Creme erhielt ein „Mangelhaft“ in der Deklaration, weil die silbrige Schrift der Inhaltsstoffe sehr klein und auf dem hellblauen Untergrund kaum lesbar ist. Auch die vergleichsweise teure Creme von Clinique (64 Euro je 100 Milliliter) schnitt nur mit „befriedigend“ ab. Hauptgrund: Die Creme spendet der Haut nicht so viel Feuchtigkeit wie andere.

Kaum Hautreaktionen

Je Creme testeten 30 Probanden die Produkte zwei Wochen lang im Gesicht. Die meisten vertrugen die Cremes ohne Probleme. Die Hautverträglichkeit ist somit bei allen Herren-Gesichtscremes „sehr gut“. Wo es in Einzelfällen zu unliebsamen Reaktionen kam, waren oft die eingesetzten Konservierungsstoffe, Emulgatoren oder Parfümstoffe dafür verantwortlich. Männer mit sehr empfindlicher Haut oder Allergiker sollten daher vor dem Kauf auf die Inhaltsstoffe achten. Eine Übersicht, welche Cremes Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Parfums enthalten, finden Sie in der kompletten und interaktiven Fassung des Artikels.

Viele Mogelpackungen

Während die Inhaltsangabe bei Lancôme winzig klein ist, können die Verpackungen bei vielen Herstellern hingegen nicht groß genug ausfallen. Mehr als zwei Drittel der Cremes im Test kommt in „Mogelpackungen“ daher: Zu große Sprühköpfe oder Umkartons mit doppelten Böden oder Einschüben täuschen mehr Inhalt vor. Das ist besonders ärgerlich, wenn nicht einmal der gesamte Inhalt der Cremepackung zur Verfügung steht. Bei Biotherm und Lancôme bleiben rund ein Zehntel der Creme unerreichbar im Behälter zurück. Umgerechnet auf den Kaufpreis sind das immerhin rund drei bis vier Euro. Dafür gibt es schon eine neue „gute“ Creme, zum Beispiel von Aldi oder Florena.

Komplett + Interaktiv: Test Herren-Gesichtscremes aus der Zeitschrift test

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