Herpes und Schwangerschaft: Hilfen gegen Risiken

Vorkommen. Von 10 000 Neugeborenen werden laut Statistik durch die Geburt drei mit genitalen Herpesviren infiziert, wenn die Mutter diese in sich trägt. Deutlich größer ist das Infektionsrisiko für ein Baby, dessen Mutter sich kurz vor der Geburt zum ersten Mal mit genitalen Herpesviren angesteckt hat. Dann kann ein Drittel der Neugeborenen während der Geburt infiziert werden.

Diagnose und Therapien. Schwangere können sich durch einen Bluttest auf Herpesviren untersuchen lassen. Detaillierte Infos dazu unter www.medikamente-im-test.de, Stichwort Herpes/Schwangerschaft/Bluttest. Wenn sich eine Frau kurz vor der Geburt zum ersten Mal mit Herpesviren infiziert, ist ein Kaiserschnitt die einzig wirksame Methode, das Ansteckungsrisiko für das Baby zu verringern. Auch das erneute Aufflammen der Infektion kurz vor der Geburt kann Grund für einen Kaiserschnitt sein. Es ist aber nicht sicher, ob der Vorteil größer ist als die Nachteile eines Kaiserschnitts.

Medikamente. Profitieren Frauen mit häufigerem Genitalherpes davon, wenn sie während der Schwangerschaft mit Herpesmitteln behandelt werden? Eine Übersicht über sechs Studien zeigt, dass die Infektion seltener erneut auftritt, weshalb ein Kaiserschnitt seltener nötig wird. Unbeantwortet bleibt in den Studien, ob durch die Behandlung weniger Kinder mit Neugeborenenherpes geboren werden und was es für das Kind bedeutet, wenn seine Mutter in der Schwangerschaft diese Me­dikamente einnimmt.

Akute Infektion. Für Neugeborene ist eine akute Herpesinfektion eine schwere Erkrankung – Lebensge­fahr! Damit das Gehirn des Babys nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, kann Neugeborenen und auch Frühgeborenen der Wirkstoff Aciclovir gespritzt werden (siehe www.medikamente-im-test.de/herpes).

Dieser Artikel ist hilfreich. 1872 Nutzer finden das hilfreich.