Herpes

Herpes und Schwangerschaft: Hilfen gegen Risiken

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Vorkommen. Von 10 000 Neugeborenen werden laut Statistik durch die Geburt drei mit genitalen Herpesviren infiziert, wenn die Mutter diese in sich trägt. Deutlich größer ist das Infektionsrisiko für ein Baby, dessen Mutter sich kurz vor der Geburt zum ersten Mal mit genitalen Herpesviren angesteckt hat. Dann kann ein Drittel der Neugeborenen während der Geburt infiziert werden.

Diagnose und Therapien. Schwangere können sich durch einen Bluttest auf Herpesviren untersuchen lassen. Detaillierte Infos dazu unter www.medikamente-im-test.de, Stichwort Herpes/Schwangerschaft/Bluttest. Wenn sich eine Frau kurz vor der Geburt zum ersten Mal mit Herpesviren infiziert, ist ein Kaiserschnitt die einzig wirksame Methode, das Ansteckungsrisiko für das Baby zu verringern. Auch das erneute Aufflammen der Infektion kurz vor der Geburt kann Grund für einen Kaiserschnitt sein. Es ist aber nicht sicher, ob der Vorteil größer ist als die Nachteile eines Kaiserschnitts.

Medikamente. Profitieren Frauen mit häufigerem Genitalherpes davon, wenn sie während der Schwangerschaft mit Herpesmitteln behandelt werden? Eine Übersicht über sechs Studien zeigt, dass die Infektion seltener erneut auftritt, weshalb ein Kaiserschnitt seltener nötig wird. Unbeantwortet bleibt in den Studien, ob durch die Behandlung weniger Kinder mit Neugeborenenherpes geboren werden und was es für das Kind bedeutet, wenn seine Mutter in der Schwangerschaft diese Me­dikamente einnimmt.

Akute Infektion. Für Neugeborene ist eine akute Herpesinfektion eine schwere Erkrankung – Lebensge­fahr! Damit das Gehirn des Babys nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, kann Neugeborenen und auch Frühgeborenen der Wirkstoff Aciclovir gespritzt werden (siehe www.medikamente-im-test.de/herpes).

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Neshag am 15.11.2018 um 12:46 Uhr

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patricia124 am 05.01.2018 um 01:40 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Spam

grit.lienig am 14.05.2014 um 15:05 Uhr
Herpotherm vs. Pflaster

Ich möchte gern meine Erfahrungen teilen. Die compeed-Pflaster aus der Apotheke fand ich praktisch, da sie den Herpes ja abdecken und man so nicht überall seine Viren verbreitet. Geheilt ist es aber nie schneller als ohne, im Gegenteil, unter dem Pflaster eiterte es schneller, da kaum Luft rankam. Mit so beinahe jedem Austauschen des Pflasters riss ich mir die Wunden neu auf. Ich habe jetzt den Herpotherm bei amazon für ca. 30 gekauft, da ich pro Herpes mindestens eine Packung compeed verbraucht habe, die nun pro Schachtel auch knapp 10€ kostet. Bisher bin ich von dem Hitzestift begeistert, mein Herpes heilte innerhalb von ein paar Stunden zu, ohne zu eitern, Krusten zu bilden o.ä. Der Hitzeimpuls des Stiftes ist tatsächlich ein wenig unangenehm, aber da es nur jeweils 4 sek sind, halte ich das gern aus. Man kann also nur Geld sparen und zudem spart man sich das ewige Geschmiere mit Salben, die bei mir übrigens auch nie wirklich gewirkt haben. Beide Daumen hoch!