Wirkstofffreie Alternativen: Herpespflaster und heißer Stift

Pflaster

Herpes Meldung

Herpesbläschen-Patches von Compeed sind transparente Pflaster, die Schmerzen und Schorfbildung mindern sollen. Laut Hersteller verdunstet ein Teil der Bläschenflüssigkeit, der Rest dient als Flüssigkeitspolster. Herpes wird „diskret verdeckt“, was das Risiko von Virenübertragungen reduziert. Benutzt werden sollen die Patches bei ersten Anzeichen von Lippenherpes. Ein klinischer Nutzen durch Studien ist nicht hinreichend belegt; die mittlere Zeit bis zum Abheilen unterschied sich zu Mitteln mit dem Wirkstoff Aciclovir nicht deutlich. Hautreaktionen gab es häufiger. 15 Patches kosten zirka 9 Euro.

Lippenstift

Herpes Meldung

Herpotherm ist ein „elektronischer Lippenstift“, im Internet auch „Virengrill fürs Handtäschchen“genannt. Er soll Herpesviren mit Hitze bekämpfen. Bei ersten Infektionsanzeichen wird der batteriebetriebene Stift wenige Sekunden auf die Hautstelle gesetzt. Dabei wird es bis 50 Grad Celsius warm. Das ist laut Internetaussage einer Anwenderin gewöhnungsbedürftig („wie eine glühende Zigarette“). Der Hersteller verweist auf seiner Website auf Anwendungsbeobachtungen und Erfahrungsberichte – nach unseren Kriterien ist das noch kein Wirksamkeitsbeleg. Der heiße Stift kostet 35 bis 45 Euro.

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