Herbststürme Meldung

Bäume kippen, lose Ziegel fliegen von den Dächern, offene Fenster schlagen an die Rahmen und zerbrechen: Herbststürme sind nicht zu kalkulieren. Versicherer erkennen Sturmschäden aber erst an, wenn Luftbewegungen ab Windstärke acht gemessen werden. Hausbesitzer und Mieter sollten vorsorgen.

Fenster und Türen schließen. Wer sein Zuhause verlässt, sollte alles dicht machen. Weder Hausrat- noch Wohngebäudeversicherung haften, wenn Niederschläge durch offene Fenster und Türen eindringen.

Bäume kontrollieren. Wenn ein nachweislich alter, morscher Baum durch den Sturm kippt und beim Nachbarn Schaden anrichtet, muss der Baumbesitzer oder seine Haftpflichtversicherung dafür aufkommen. Fällt allerdings ein gesunder Baum beispielsweise auf die Garage nebenan, bleibt der Nachbar auf den Kosten sitzen. Schuld ist die höhere Gewalt. Ist das Parkhäuschen bei seiner Wohngebäudeversicherung mitversichert, muss sie zahlen. Baumreste muss der Baumbesitzer beseitigen.

Dach checken. Alle zwei bis fünf Jahre sollte ein Dachdecker das Dach inspizieren. Es kann sein, dass Ziegel lose liegen oder der Firstmörtel Risse bekommen hat. Auch beim Saubermachen der Dachrinne auf lose Ziegel achten.

Balkon und Terrasse leer räumen. Blumentöpfe und -kästen können zu Fluggeschossen werden. Deshalb muss jeder dafür sorgen, dass sie nicht ungesichert herumstehen. Das gebietet die so genannte Verkehrssicherungspflicht. Auf der Terrasse sollten auch keine Möbel überwintern. Sie sind meist nicht in die Hausratversicherung eingeschlossen.

Versicherungsschutz prüfen. Sturmschäden werden je nach Art des Schadens von der Wohngebäude-, der Hausrat-, der Autokasko- oder der Haftpflichtversicherung gedeckt. Kontrollieren Sie daraufhin Ihre Policen.

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