Wenn Äste aufs Auto fallen, hat der Fahrer meist schlechte Karten. Städte und Gemeinden kontrollieren die Bäume vom Boden aus. Damit genügen sie im Regelfall ihrer Kontroll­pflicht – nicht aber, wenn konkrete Anzeichen für Schäden am Baum vorlagen. Kann ein Auto­besitzer das nach­weisen, trägt die Stadt den Schaden. Deshalb muss die Stadt Dort­mund einem Auto­besitzer 4 700 Euro zahlen. Der Ast einer Linde war auf seinen Wagen gekracht. Der Baum trug ungewöhnlich viel Totholz, war stark geschädigt, seine Standsicherheit gefährdet. Die Stadt hätte mehr tun müssen als eine Sicht­kontrolle (Ober­landes­gericht Hamm, Az. 11 U 57/13). Auch von gesunden Bäumen können Äste fallen, vor allem von Pappeln und anderen Weich­hölzern. Wer dort parkt, tut das auf eigenes Risiko. Städte müssen die Bäume nicht absägen. Passiert etwas, zahlt die Teilkasko erst ab Wind­stärke acht.

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