Henna-Tattoos Meldung

Im Gegensatz zu echten Tattoos haben Henna-Tattoos den Vorteil, nach zwei bis drei Wochen von selbst zu verblassen – ein Grund für ihre häufige Nutzung. Oft verwenden die Mehndi-Künstler für ihre filigranen Zeichnungen auf der Haut kein reines Henna. Um die Farbe dunkler und intensiver erscheinen zu lassen, ­fügen sie dem Farbstoff Para-Phenylendiamin (PPD) hinzu. PPD wirkt stark sensibilisierend auf die Haut und kann nach einmaligem Kontakt, spätestens aber beim nächsten Kontakt zur Entstehung von schwersten Kontaktallergien und Kontaktekzemen führen, die nur sehr langsam ausheilen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Ist man erst einmal auf PPD sensibilisiert, reagiert man in den meisten Fällen ein ­Leben lang auch auf chemisch ähnliche Stoffe oder Farben und muss in einem solchen Fall den Kontakt zu vielen Substanzen meiden. PPD findet sich zum Beispiel in Haarfärbemitteln, Farbstoffen von dunklem Leder, dunklen Textilien sowie in vielen Kunststoffen und Nagellacken, ohne dass Betroffene solche Zusätze erkennen können.

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