Unser Rat

Bauberater. Wenn Sie als Laie selbst bauen, sollten Sie einen Bauingenieur oder Architekten als unabhängigen Sachverständigen zurate ziehen. Dieser untersucht die ausgeführten Arbeiten auf Qualität, erkennt Bauschäden, die sich später ausweiten, und kann auf Gefahrquellen auf der Baustelle hinweisen. Bis das Haus steht, schaut ein Berater bis zu 30-mal vorbei. Die Kosten liegen bei 1 bis 1,5 Prozent der Bausumme. Experten in der Nähe finden Sie über den Tüv oder den Bauherrenschutzbund: Telefon 0 30/3 12 80  01, www.bsb-ev.de, Stichwort „Beraternetz“.

Arbeitsschutz. Sie müssen Ihre Helfer schützen. Diese brauchen einen Bauhelm, festes Schuhwerk und Schutzhandschuhe. Gerüste und Treppen sind mit Seitenschutz auszustatten, Dächer mit Fangnetzen zu sichern. Bei gravierenden Verstößen drohen Ihnen hohe Bußgelder. Die Broschüre „Selbst Bauen“ mit Informationen zum Unfallschutz können Sie bei der Berufsgenossenschaft Bau kostenlos anfordern (Tel. 0 30/85 78 10, info@bgbau.de). Unter derselben Telefonnummer oder unter www.bgbau.de, Stichwort „Die BG Bau“ erfahren Sie, wo Sie regionale Ansprechpartner zum Anmelden der Baustelle und zur gesetzlichen Unfallversicherung für Ihre Helfer finden.

Absprachen. Grenzen Sie Ihre Eigenleistung und die Arbeiten Ihrer Helfer klar von den Leistungen der Baufirma ab. Am besten schreiben Sie alle Eigenleistungen auf und fügen die Liste dem Vertrag mit der Baufirma hinzu. So vermeiden Sie Streit im Mängelfall. Das Unternehmen muss die Termine einhalten und übernimmt für seine Arbeit Gewährleistung und Regress. Die Firma kann sich dann nicht heraus­reden, dass Ihre Helfer gepfuscht hätten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 796 Nutzer finden das hilfreich.