Heizungs­pumpen im Test Jähr­lich 50 Euro sparen mit neuer Umwälzpumpe

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Heizungs­pumpen im Test - Jähr­lich 50 Euro sparen mit neuer Umwälzpumpe
© Stiftung Warentest

Heizungs­pumpen befördern heißes Wasser zu den Heizkörpern. Wer noch ein altes Modell im Keller hat, sollte es gegen ein modernes austauschen: Die Energie­ersparnis ist enorm und die Anschaffungs­kosten sind schon nach wenigen Jahren wieder herein­geholt. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 14 Umwälzpumpen getestet, darunter Modelle von Wilo, Grund­fos und Biral. Erfreulich: Selbst die güns­tigste Umwälzpumpe schneidet im Heizungs­pumpen-Test gut ab (Preise: 100 bis 690 Euro).

Heizungs­pumpen im Test Testergebnisse für 14 Umwälzpumpen 05/2018

Inhalt
Liste der 14 getesteten Produkte
Umwälzpumpen 05/2018 - Hei­zungs­pumpe
  • Biral Primax 25-4 180 Red Hauptbild
    Biral Primax 25-4 180 Red
  • GC-Gruppe Cosmo CPH425 Hauptbild
    GC-Gruppe Cosmo CPH425
  • Greenpro Plus AEI 25/4 Hauptbild
    Greenpro Plus AEI 25/4
  • Grundfos Alpha2 25-40 180 Hauptbild
    Grundfos Alpha2 25-40 180
  • Halm HEP Optimo 25-4.0 G180 Hauptbild
    Halm HEP Optimo 25-4.0 G180
  • KSB Calio S 25-40 Hauptbild
    KSB Calio S 25-40
  • R+F Optiline Öko Plus 25/1-4 Hauptbild
    R+F Optiline Öko Plus 25/1-4
  • Terragreen 25/6 LPA Hauptbild
    Terragreen 25/6 LPA
  • Wilo Yonos Pico plus 25/1-4 Hauptbild
    Wilo Yonos Pico plus 25/1-4
  • Wita Delta HE 35-25 Hauptbild
    Wita Delta HE 35-25
Umwälzpumpen 05/2018 - Solarpumpe
  • Grundfos Alpha Solar 25-75 180 Hauptbild
    Grundfos Alpha Solar 25-75 180
  • Wita Delta UP 70-25 PWM Hauptbild
    Wita Delta UP 70-25 PWM
Umwälzpumpen 05/2018 - Solepumpe für Erd­wär­mepumpen
  • Halm HEP Optimo Geo 25-6.0 G180 Hauptbild
    Halm HEP Optimo Geo 25-6.0 G180
  • Wilo Yonos Pico-STG 25/1-7.5-180 Hauptbild
    Wilo Yonos Pico-STG 25/1-7.5-180

Neue Pumpen verbrauchen 80 Prozent weniger Strom

Heizungs­pumpen im Test - Jähr­lich 50 Euro sparen mit neuer Umwälzpumpe
Der Strom­verbrauch einer neuen Heizungs­pumpe liegt um mehr als 80 Prozent unter einer alten aus den 1990er Jahren. Das spart locker 50 Euro im Jahr. Selbst der Austausch eines zehn Jahre alten Stan­dard­modells spart enorm Energie: Moderne Pumpen brauchen nur ein Fünftel des Stroms. © Stiftung Warentest

Eine betagte Heizungs­pumpe verbraucht oft mehr Strom im Jahr als die Wasch­maschine oder der Kühl­schrank. Unermüdlich pumpt sie das heiße Wasser vom Heizkessel im Keller zu den Heizkörpern im Haus. Vor allem unge­regelte Stan­dard­pumpen, die viele Monteure in den 1990er Jahren in Öl- und Gasheizungs­anlagen einbauten, sind wahre Strom­fresser: Sie verbrauchen oft mehr als sechs­mal so viel wie moderne Hoch­effizienzpumpen. Neue Modelle passen sich dagegen dem Bedarf an: Läuft die Heizung nicht auf Hoch­touren, reduziert auch die Pumpe ihre Leistung.

Das bietet der Heizungs­pumpen-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabelle zeigt Bewertungen von 14 Umwälzpumpen, darunter 10 Heizungs­pumpen sowie je 2 Solarpumpen beziehungs­weise Erdwärme­pumpen. Alle Pumpen im Test helfen, Strom­kosten zu sparen und amortisieren sich schon nach wenigen Jahren.
Kauf­beratung.
Wir sagen, worauf Sie beim Kauf einer neuen Heizungs­pumpe achten müssen und wie Sie dabei Geld sparen können.
Heiz­system einstellen.
Eine Heizungs­optimierung hilft, die Wärme im Haus gleich­mäßig zu verteilen. Das spart Energie und Geld. Wir zeigen wie es funk­tioniert.
Heft-Artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 5/2018.
Tipp:
Welche Heizung sich für wen rechnet, zeigen wir in unserem großen Heizungsvergleich.

Heizungs­pumpen im Test Testergebnisse für 14 Umwälzpumpen 05/2018

14 spar­same Umwälzpumpen im Test

Alte Stan­dard­pumpen lassen sich leicht durch eine moderne Sparpumpe austauschen, sofern sie im Keller frei zugäng­lich und nicht fest in den Heizkessel einge­baut sind. Unser Test­ergebnis spricht fürs Modernisieren: Mit hoch­effizienten Heizungs­pumpen fallen lediglich Strom­kosten in Höhe von acht bis neun Euro im Jahr an. Neben zehn Heizungs­pumpen prüfte die Stiftung Warentest exemplarisch zwei Solarpumpen sowie zwei Modelle für Erdwärmepumpen.

Heizungs­pumpe kaufen: Mit dem Monteur verhandeln

Bei den Kauf­preisen sind die Unterschiede zwischen den Modellen enorm. Allerdings relati­vieren sich die Listen­preise von 100 bis 690 Euro in der Praxis: Monteure berat­schlagen die Auswahl selten mit dem Kunden. Oft kaufen sie im Groß­handel Modelle von Anbietern, die ihnen satte Rabatte gewähren. Einen Teil davon geben sie an den Kunden weiter, der Rest ist ihr Gewinn. Erfahrungs­gemäß müssen Besitzer eines Einfamilien­hauses mit durch­schnitt­lichen Gesamt­kosten von etwa 300 bis 400 Euro für die Pumpe inklusive Montage rechnen. Das Bundes­amt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kontrolle bezu­schusst die Netto-Hand­werk­errechnung mit 30 Prozent.

Gewähr­leistung*

Wenn ein Kunde eine neue Heizungs­pumpe im Handel selbst erwirbt und diese dann von einem Fach­betrieb montieren lässt, dann hat er es mit zwei Gewähr­leistern zu tun: Der Händler bietet die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Jahre Gewähr­leistung für die Pumpe, der Monteur für den Einbau. Eventuell vom Hersteller der Pumpe gegebene länger­fristige Garan­tien auf sein Gerät sind davon nicht betroffen. Heizungs­pumpen laufen meist Jahr­zehnte.
* Abschnitt ergänzt am 25. Juli 2018

50 Euro Strom­kosten im Jahr sparen

Wie schnell sich die Kosten für den Pumpen­wechsel amortisieren, hängt davon ab, wie viel die alte Pumpe verbraucht. Im Test haben wir ein Modell aus den 1990er Jahren mitgeprüft. In 4 000 Stunden – einer Heiz­periode – braucht sie 221 Kilowatt­stunden. Das macht rund 62 Euro – das Sechs­fache moderner Pumpen. Nach sechs bis sieben Jahren sind die Kosten für die neue Pumpe wieder drin. Oft geht es sogar schneller, weil viele alte, unge­regelte Modelle rund um die Uhr laufen, auch wenn die Heizkörper im Sommer kalt bleiben. Schalten Hausbe­wohner die Anlage im Keller dann nicht aus, kostet unsere in die Jahre gekommenen Pumpe rund 140 Euro im Jahr – und der Pumpentausch amortisiert sich schon nach drei Jahren.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. April 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger­unter­suchung aus dem Jahr 2007.

Heizungs­pumpen im Test Testergebnisse für 14 Umwälzpumpen 05/2018

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

siriustag21 am 09.09.2019 um 11:26 Uhr
Garantiezeit u. Gasheizungsanlagen

Stiftung Warentest hat erklärt, warum keine Dauerprüfung von Heizungspumpen sinnvoll bzw. möglich ist. Aber die Garantiezeit der Hersteller und auf was sich die Garantie erstreckt hätte angegeben werden können. Entgegen der Vermutung von Stiftung Warentest halten die effizienten Heizungspumpen nach meiner Erfahrung nicht 20 Jahre, sondern meist nur bis 10 Jahre. Außerdem könnte durch Umfragen bei den Verbrauchern deren Erfahrung dargestellt werden.
Ein Test von Gas-Heizungsanlagen - ergänzt um vorgenannte Punkte - wäre wieder erforderlich.

test.it.harder am 02.08.2019 um 23:48 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 03.01.2019 um 13:02 Uhr
Effektivität der Pumpen im Test und Förderhöhe

@BurkhardKa: Die Förderhöhe der Pumpe gibt an, welchen Druckverlust sie überwinden kann. Man gibt in der Rohrhydraulik die Energieverluste (=Druckverluste) der Rohrströmung üblicherweise in Meter Wassersäule an. Die Einheit Meter kommt dabei aus dem Verhältnis von Druck und spezifischem Gewicht des Fördermediums zustande. Mit der absoluten Höhe des Gebäudes hat das allerdings nichts zu tun, was Sie sich einfach veranschaulichen können: Das Heizungswasser fließt ja in einem geschlossenen Rohr von unten nach oben und wieder über dieselbe Höhendifferenz zurück. Netto muss die Pumpe also lediglich die Reibungsverluste überwinden, die im Fördermedium beim Strömungsvorgang entstehen. Alle Pumpen in unserem Test schaffen das für übliche Heizungskreisläufe in Einfamilienhäusern problemlos. (PS/spl)

BurkhardKa am 03.01.2019 um 11:37 Uhr
keine Angabe über max. Förderhöhe

Was mich etwas wundert:
Warum ist im Test keine Angabe darüber enthalten, für welche max. Förderhöhe die jeweilige Pumpe ausgelegt ist?
Viele Pumpen gehen da nur bis 4 Meter. Wenn man im Keller eine Heizung und dann neben zweit Etagen auch noch das Dach ausgebaut und nach Möglichkeit beheizt hat, dürfte man an knapp 10 Meter kommen...

www.Schwipp.de am 21.06.2018 um 12:14 Uhr
Reply: UN-Wirtschaftlichkeit von Umwälzpumpen

Guten Tag, vielen Dank für Ihre Hinweise, bin gespannt auf so einen "heißen" Test!
Prinzipiell sehe ich keinen sehr großen Unterschied zwischen Pumpen, die in ein Heizungsgerät integriert sind und den externen Pumpen, die Sie getestet haben, denn beide Pumpenarten besitzen eine Regelelektronik-Platine, deren Gehäuse direkt am Pumpenblock anliegt. Die Eigenerwärmung der Regel-Elektronik so einer Hocheffizienzpumpe dürfte immer gering sein. Deswegen hat es mich ja gerade so gewundert, dass bei mir keine Lüftungslöcher vorhanden waren, sondern dass die Wärme “abgeführt” werden soll an den Pumpenblock. Wenn die Pumpe in den Kreislauf einer Niedertemperatur-Fußbodenheizung eingebunden ist, okay. Wenn sie aber in den Heizkörper- oder ein Warmwasserspeicher- Kreislauf eingebunden ist, so wird in der Regel nicht Wärme von der Elektronik zum Pumpenblock abgeführt, sondern umgekehrt vom Pumpenblock Wärme zugeführt zur Elektronik, eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Pumpen-Kundendienst.