Heiz­strom Wechseln bringt bis zu 649 Euro

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Viele Nutzer von Nacht­speicherhei­zungen mit gemein­samer Messung glauben immer noch, sie könnten den Strom­anbieter nicht wechseln. Dabei ist das ganz einfach. Die Experten von Finanztest bieten die bislang einzige deutsch­land­weite Über­sicht von Anbietern mit Tarifen für die gemein­same Messung von Haus­halts- und Heiz­strom. Damit lassen sich im besten Fall viele hundert Euro im Jahr sparen. Auch wenn Sie Haus­halts- und Heiz­strom getrennt messen, können Sie sparen. Hier lesen Sie, wie das geht.

Inhalt

Riesiges Spar­potenzial – doch keiner wechselt

Bislang haben erst 2 Prozent der rund 2 Millionen Heiz­strom­kunden ihren Anbieter gewechselt. Dabei ist das Spar­potenzial riesig. Wahr­scheinlich ist: Viele Kunden wissen nicht, dass sie ihren Heiz­stromanbieter wechseln können.

Gemein­same Messung: Die einzige bundes­weite Tarif­über­sicht

Die Experten von Finanztest haben deshalb mehr als 1 600 Energieunternehmen ange­schrieben. Sie wollten wissen, wie viel ein Muster­haushalt sparen kann, wenn er vom güns­tigsten Tarif seines örtlichen Grund­versorgers zu einem neuen güns­tigeren Anbieter wechselt. Außerdem wollten sie wissen, welche Anbieter in Deutsch­land Angebote für Heiz­strom­kunden mit gemein­samer Messung haben. Die Ergeb­nisse können sich sehen lassen: Rund 500 Euro kann der Finanztest-Muster­haushalt in Gelsenkirchen pro Jahr sparen, wenn er der Emscher Lippe Energie den Rücken kehrt. In Neuss sind bei einem Wechsel immer noch 436 Euro drin. Die Heiz­stro­muntersuchung für die gemein­same Messung ist derzeit die einzige bundes­weite Markt­über­sicht für solche Tarife. Lediglich für das Bundes­land Nord­rhein-West­falen veröffent­licht die dortige Verbraucherzentrale regel­mäßig Angaben zu den Tarifen von Heizstromanbietern. Wenn Sie ein Strom­kunde mit gemein­samer Messung sind und sparen wollen, sollten Sie sich den aktuellen Test ansehen.

Getrennte Messung: Tipps zum Wechseln mit dem Verivox-Rechner

Heiz­strom­kunden, die ihren Wärmestrom und ihren Haus­halts­strom getrennt mit zwei Zählerkästen messen, haben es etwas leichter. Sie benötigen die Unter­suchung von Finanztest nicht, sondern können ganz bequem einen Online­rechner von Verivox nutzen. Laut Verivox können Kunden im Schnitt zwischen mehr als 20 Tarifen wählen. Wie hoch die Ersparnis ausfällt, hängt von Verbrauch und Wohn­ort ab. Wie Sie den Rechner am schlauesten nutzen, lesen Sie im kostenlosen Unter­artikel Sparen mit zwei Kästen. Auch hier ist das Spar­potenzial übrigens enorm. Die Finanztest-Experten haben ermittelt, dass ein Kunde aus Trier mit Wärmepumpe und Eintarifzähler 649 Euro sparen kann, wenn er aus dem Grund­versorgungs­tarif der Stadt­werke Trier aussteigt. Voraus­setzung: Sein Jahres­verbrauch liegt bei etwa 7 500 Kilowatt­stunden.

Das bietet Ihnen der Test-Bericht

Nach dem Frei­schalten des Testbe­richts erhalten Sie

  • Anbieter­tabellen für die gemein­same Messung. Eine Über­sicht mit allen bundes­weiten Anbietern und ihren Tarifen sowie eine Auswahl an regionalen Energieunternehmen und deren Konditionen. Im Artikel-PDF finden Sie zusätzlich weitere regionale Anbieter und deren Tarife.
  • Preis­tabellen für die gemein­same Messung. Wir zeigen die drei güns­tigsten Tarife für neun Orte in Deutschland. Noch mehr güns­tige Tarife für die neun Orte finden Sie im PDF.
  • Wechsel-Infos. Wenn Sie wechseln und sparen wollen, kommen Sie in drei Schritten zum Ziel. Im Testbe­richt lesen Sie, wie Sie am besten vorgehen.

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weima am 16.05.2016 um 13:10 Uhr
Heizstrom für Flächenspeicherheizung -NT möglich?

Guten Tag,
mit Interesse habe ich den Artikel gelesen. Ich habe einen Doppeltarifzähler (HT / NT). Dieser sieht genauso aus wie der Zähler wie im test-Artikel bzw. oben abgebildet. An diesen Zähler sind aktuell die Nachtspeicheröfen angeschlossen. Nun werde ich diese Nachspeicheröffen wechseln und eine energieeffizientere Flächenspeicherheizung (z.B. mit Schamottkern oder Koalitkern) installieren. Diese Heizkörper benötigen den Strom bei Nutzung. Somit meist tagsüber. Somit wird nicht, wie bei der Nachspeicherheizung, fast ausschliesslich nachts Strom gezogen und die Wärme dann tagsüber bei Bedarf freigesetzt. Frage: Kann ich diesen Zähler nutzen und die Flächenspeicherheizungen über den NT (Niedrigstromtarif) laufen lassen und mir einen Anbieter aus Ihrer Liste auswählen?
weima
Danke

Kysper am 20.03.2016 um 16:16 Uhr
Ökostrom günstiger als konventioneller?

Hallo,
ich wundere mich gerade, dass Ökostrom günstiger sein soll, als konventionell erzeugter. Habe gerade mal Preise auf strompreis-2016.de verglichen und komme für Hamburg auf folgende Jahresbeiträge für 3.500 KWh:
Ökostrom: 713€ (ExtraEnergie)
konventioneller: 741€ (Voltera)
Darin enthalten sind allerdings schon Neukunden-Boni etc.

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.02.2016 um 13:18 Uhr
Stromzähler wird nicht akzeptiert

@ChristaEhms: Wir empfehlen Ihnen, sich in der Angelegenheit an die Energieberatung Ihrer Verbraucherzentrale zu wenden. Beratungsstellen finden Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale.de/beratung (Bee)

ChristaEhms am 19.02.2016 um 21:57 Uhr
Stromzaehler wird nicht akzeptiert

Ich habe einen neuen Stromanbieter gewählt,und auch eine Zusage bekommen.Ein paar Tage später bekam ich eine Absage des neuen Anbieters,dass der Vertrag nicht zustande kommen kann,weil wir einen Mehrtatifzaehler haben.Dieser Zähler ist bei uns schon seit ca.20 Jahren eingebaut und nur als Eintarifzaehler genutzt worden.Bei der Nachfrage bei unseren bisherigen Anbieter wurde uns angeboten den Zähler auf unsere Kosten auszutauschen.Da wir nie einen solchen Zähler angefordert ,geschweige denn genutzt haben,sehen wir das nicht ein.Wir sehen auch nicht ein,dass wir durch den Einbau eines falschen Zählers finanzielle Nachteile haben sollen.Was können wir tun?

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.01.2016 um 11:01 Uhr
Stromtarifrechner

@teststart28.6.12: Wenn Sie sich in Ihr Benutzerkonto einloggen, dann ist der Artikel für Sie kostenlos. Wenn Sie Ihren Wärmestrom und den Haushaltsstrom getrennt voneinander mit zwei Zählern messen, dann können Sie im Internet den Verivox Onlinerechner nutzen. Welche Vorsteinstellungen Sie dazu am besten treffe, das finden Sie in diesem Artikel. (AK)