Qualitäts­unterschiede bei Öl und Pellets: Von Stan­dard bis Premium

Heizöl- und Pelletportale Test

Holz­pellets. 2013 verbrauchten in Deutsch­land rund 320 000 Brenner 2 Millionen Tonnen Pellets.

Norm-Pellets. Für Holz­pellets gilt die europa­weite Norm EN 14961–2. Sie teilt Pellets in die Kategorien A1 und A2 für private Haushalte und B für Industrie­betriebe ein. In Deutsch­land, Österreich und der Schweiz sind im Handel fast ausschließ­lich A1-Pellets erhältlich, bezüglich Heiz­wert und Verbrennungs­verhalten der höchste Stan­dard. A2-Pellets weisen einen höheren Asche­gehalt auf als A1-Pellets und werden daher nicht empfohlen. B-Pellets sind für kleine Heizungs­anlagen nicht geeignet.

Premium-Pellets. Als Premium-Produkt werden Pellets verkauft, die gegen Staub mit einer Pflanzen­ölschicht versiegelt werden. Das erhöht den Brenn­wert, aber auch den Preis.

DINplus und ENplus. Im Handel sind zwei Zertifikate verbreitet. Die Zertifizierungs­gesell­schaft von Tüv Rhein­land und DIN verleiht an Pellet­hersteller das DINplus-Zertifikat. Das von Herstel­lern getragene Deutsche Pellet­institut vergibt das ENplus-Zertifikat. Viele Anbieter produzieren nach beiden Zertifikaten. Asche- und Heiz­werte unterscheiden sich nur minimal.

Zertifizierung. Das „plus“ in den Namen signalisiert, dass beide Zertifikate die Anforderungen der Norm noch über­treffen sollen. Die Zertifizierung von DINplus bezieht die gesamte Produktions­kette bis zur Lieferung in den Qualitäts­stan­dard ein. Dazu gehören etwa jähr­liche Produktions­kontrollen des Herstel­lers und ein Beschwerdemanagement für Kunden. ENplus verspricht zum Beispiel, dass ausliefernde Fahrer darin geschult sind, Pellets materialschonend und ohne Verunreinigungen in den Lagerraum zu bringen.

Norm-Heizöl. Heizöl gibt es im Prinzip in drei Sorten: Stan­dard, Schwefel­arm und Bio, genormt nach DIN 51603–1 und DIN SPEC 51603–6. Durch­gesetzt hat sich mit rund 99 Prozent Markt­anteil das schwefel­arme Heizöl. Es wird seit 2009 geringer besteuert als Stan­dardöle. Bei Bio-Heizöl wird anteilig Öl aus nach­wachsenden Rohstoffen beigemischt. Der Anteil wird in Volumen­prozent angegeben. Häufig findet man die Kurz­bezeichnungen Bio 5 oder B5, Bio 10 oder B10.

Premium-Heizöl. Schwefel­armes und Bio-Öl sind auch in Premiumqualität erhältlich. Sie sind mit Additiven versehen, die etwa den typischen Ölgeruch über­decken, besser vor Frost schützen, die Lager­fähig­keit erhöhen und die Bildung von Rußbelägen im Kessel unterbinden. Die Produkte werden unter Marken­namen wie „Super Heizöl“ oder „Heizöl plus“ angeboten.

Ölge­misch. Alle Heiz­ölsorten lassen sich problemlos miteinander kombinieren. Dadurch ändern sich die Gesamt­eigenschaften etwa bezüglich Schwefel­gehalt und des Anteils von Additiven, zum Beispiel zur Rußvermeidung.

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