Vermieter müssen die Heizungs- und Warmwasserkosten stets genau abrechnen. Das gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch für alte Mietverträge, die vor der Heizkostenverordnung von 1989 abgeschlossen wurden (Az. VIII ZR 212/05).

Eine Pauschale für Heizung und Warmwasser ist nur zulässig, wenn das Gebäude nicht mehr als zwei Wohnungen hat, von denen der Vermieter lediglich eine selbst bewohnt.

Vermieter, die sich korrekt verhalten wollen, sollten auch im Fall von älteren Pauschalvereinbarungen nun die Heiz- und Warmwasserkosten gesondert ausweisen. Abgerechnet werden kann nach Verbrauch oder im Umlageverfahren, etwa nach Wohnungsgröße.

Wichtig für Vermieter: Sie können auch bei einer Pauschalvereinbarung die Miete gemäß Mietspiegel erhöhen. Dafür müssen sie die tatsächlichen Energiekosten aus der Mietsumme herausrechen und ­prüfen, ob diese Nettomiete angemessen ist.

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