Heiz­kosten So hilft der Energie­ausweis Käufern und Mietern

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Heiz­kosten - So hilft der Energie­ausweis Käufern und Mietern
Erkennen. Der Energiebedarf von Häusern ist unterschiedlich hoch. Der Energie­ausweis schafft Trans­parenz. © Adobe Stock, Stiftung Warentest (M)

Miet- und Kauf­interes­senten können vorab abschätzen, wie hoch die Heiz­kosten in ihrer Immobilie werden – wenn sie sich den Energie­ausweis genau angu­cken.

Heiz­kosten So hilft der Energie­ausweis Käufern und Mietern

Bei der Frage, ob eine Wohnung oder ein Haus noch bezahl­bar ist, spielen die Heiz­kosten eine immer größere Rolle. Miet- und Kauf­interes­senten tun deshalb gut daran, sich bei Besichtigungen stets den Energie­ausweis vorlegen zu lassen.

Denn je nach dem, welche Effizienz­klasse ein Haus hat, können die Bewohner einer 70-Quadrat­meter-Wohnung über 4 000 Euro Heiz­kosten im Jahr sparen, wie unsere Tabelle zeigt.

Warum sich der Report Energie­ausweis für Sie lohnt

Tabelle. Unsere Tabelle zeigt, welche Kosten sich ungefähr hinter den Energieeffizienz­klassen im Energie­ausweis verbergen.

Für Käufer/Mieter und Verkäufer/Vermieter. Unser Report richtet sich an beide Seiten eines Immobilien­geschäftes. Wir geben Tipps sowohl für Miet- und Kauf­interes­senten als auch für Vermieter und Verkäufer.

FAQ. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Energie­ausweis.

Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie den Heft­artikel aus Finanztest 10/22 zum Download.

Heiz­kosten So hilft der Energie­ausweis Käufern und Mietern

Energiefresser recht­zeitig erkennen

Der Energie­ausweis enthält wert­volle Informationen für Miet- und Kauf­interes­senten, zum Beispiel mit welchem Brenn­stoff ein Haus beheizt wird, womit das Warm­wasser bereitet wird und wie hoch der Energiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes ausfällt. Auch Empfehlungen für Modernisierungs­maßnahmen können im Ausweis aufgeführt sein.

Allerdings: Der tatsäch­liche Energiebedarf einer einzelnen Wohnung kann von den ausgewiesenen Kenn­werten deutlich abweichen. Die Experten der Stiftung Warentest erklären, wie sie die im Energiepass gemachten Angaben richtig lesen und woran Sie ungültige Dokumente erkennen. Außerdem verrät der Artikel, worauf Sie bei einer Besichtigung achten sollten, um Energieschleudern recht­zeitig zu erkennen.

Tipps: Für Eigentümer lohnt es sich auf Dauer meist, in die energetische Sanierung ihrer Immobilie zu investieren, zum Beispiel in eine bessere Wärmedämmung. Wir haben für sie ausgerechnet, wie sie Verbindung mit Solar­thermie und Dämmung Gas sparen. Heiz­kosten lassen sich auch senken, wenn Fachleute die Heizung richtig einstellen. Übrigens: Als Eigentümer bekommen Sie oft eine Förderung für Hausbau, Hauskauf, Heizung und Sanierung.

Verbrauchs­ausweis oder Bedarfs­ausweis

Grund­sätzlich gibt es zwei Arten von Energie­ausweisen: Der Verbrauchs­ausweis oder den Bedarfs­ausweis. Beide Ausweise haben Vor- und Nachteile:

  • Die Werte im Bedarfs­ausweis sind unabhängig vom Heiz-und Lüftungs­verhalten der Bewohner. Ob die Daten realistisch sind, ist aber unter anderem abhängig davon, wie exakt und aufwendig der Aussteller die Werte berechnet hat.
  • Einen Verbrauchs­ausweis auszustellen ist wesentlich einfacher und weniger fehler­anfäl­lig. Deshalb ist ein Verbrauchs­ausweis in der Regel auch billiger. Die Energiekenn­werte werden aber stark vom Heiz- und Wohn­verhalten der Bewohner beein­flusst.

Ob Immobilien­besitzer einen Bedarfs­ausweis vorlegen müssen oder ob ein Verbrauchs­ausweis reicht, hängt von Alter, Größe und Zustand des Gebäudes ab. So ist für einen Neubau grund­sätzlich der Bedarfs­ausweis Pflicht. Wir erklären, welchen Ausweis Haus­eigentümer brauchen, wo sie seriöse Fachleute finden, die den Ausweis ausstellen können und was der Ausweis kostet.

Heiz­kosten So hilft der Energie­ausweis Käufern und Mietern

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.09.2022 um 14:48 Uhr
Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr

@UDNeueTest: Danke für Ihren Hinweis. Wir korrigieren das.

UDNeueTest am 14.09.2022 um 13:14 Uhr
Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr

leider war es finanztest (Ausgabe Oktober 2022, Online 6.9.2022) offensichtlich nicht möglich die Einheit Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr ( kWh / (m² a) ) vom abgedruckten Energieausweis in die Papierausgabe oder in die Onlineversion korrekt zu übernehmen:
aus kWh / (m² a) wird: kW/h[m²a] oder kW/h(m2a) oder auch kWh(m2a)
Vielleicht besteht ja noch die Möglichkeit wenigstens in der Onlineversion die Fehler zu berichtigen.
Danke!

Profilbild Stiftung_Warentest am 12.09.2022 um 10:44 Uhr
Download Online-Artikel

@wolfgang0815: Es ist nicht mehr so wie früher, als für test.de lediglich die Artikel aus test und Finanztest 1:1 ins Netz getragen wurden. Wir bereiten zwischenzeitlich die Artikel online unabhängig von der Veröffentlichung im Papierformat auf. Deswegen gibt es nicht zu jedem Online-Artikel eine gesondert für das Heft gestaltete PDF-Fassung.
Mittlerweile verfügt aber auch jeder Browser über die Funktion, aus einem Online-Artikel eine PDF zu erstellen. Nutzen Sie bitte rechts oben das Drucker-Symbol dafür.
Unter "Heftartikel im Download" finden Sie weiterhin die PDF zu Artikeln aus den Papierausgaben (Heften), soweit es diese gab.

wolfgang0815 am 11.09.2022 um 11:00 Uhr
Tabellenwerte für wieviel Bewohner

Gut wäre es gewesen, wenn Sie je nach Energieeffizienzklasse den durchschnittlichen kWh Bedarf angegeben hätten, dann könnte man sich die Kosten anhand der steigenden Preise schneller selbst berechnen.
Außerdem spielen bei Wohnungen die Anzahl der Bewohner eine entscheidende Rolle beim Warmwasserverbrauch. Warmwasserkosten sind gegenüber den Heizkosten sehr stark verbrauchsabhängig.
Frage: Von wieviel Bewohnern sind Sie bei den Wohnungskosten der Beispielwohnung (70 m²) ausgegangen.

wolfgang0815 am 10.09.2022 um 12:42 Uhr
Download des Artikels nicht möglich

Leider ist ein Download des Artikels nicht möglich, obwohl es "angekündigt" ist.
Habe es mehrfach versucht. Nur die alten Artikel (2018, 2015) können heruntergeladen werden.
Unter "5." zum Artikel Heizkosten steht "Download: Heftartikel als PDF".
Auch früher konnte ich die Artikel downloaden. Wenn das zukünftig nicht mehr möglich ist, dann werde ich mir die Artikel nicht mehr bestellen. Ich möchte einen bezahlten Artikel länger als 4 Wochen lesen können.