Heizkörperthermostate Test

Thermostatventile helfen Heizkosten sparen. Programmierbare Modelle sind besonders effektiv. Im Test: 11 Heizkörperthermostate von 8,50 Euro bis 120 Euro. test.de zeigt die besten Thermostate und gibt Tipps zum Sparen.

Automatisch sparen

Zu einer modernen Heizungsanlage gehören gute Thermostatventile. Sie regeln die Aufwärmphase für jeden Heizkörper individuell. Das spart Heizkosten und ermöglicht unterschiedliche Raumtemperaturen. 18 Grad im Schlafzimmer etwa, 20 Grad fürs Wohnzimmer und wohlige 22 Grad im Kinderzimmer. Programmierbare Thermostate leisten noch mehr. Sie regeln die Raumtemperatur der Uhrzeit nach. So ist das Bad morgens zum Duschen kuschelig warm, kühlt aber tagsüber – wenn es nicht gebraucht wird – auf sparsame 16 Grad herunter. Die elektronischen Thermostate regeln das automatisch: mit Sensor, Minicomputer, Uhr und Elektromotor.

10 Prozent weniger Heizkosten

Wer die Raumtemperatur permanent um ein Grad senkt, spart sechs bis acht Prozent Heizkosten. Dabei muss niemand frieren. Programmierbare Thermostate senken die Temperatur immer dann, wenn Sie nicht zu Hause sind. Pünktlich zum Feierabend steigt die Temperatur wieder an. Die Stiftung Warentest hat das Sparpotenzial für eine mittlere Altbauwohnung berechnet. Ergebnis: Die programmierbaren Thermostatventile sparen etwa 10 Prozent Heizkosten. Vorausgesetzt, sie senken die Temperatur in Abwesenheit um etwa vier Grad ab.

Austausch im Sommer

Wer seine Heizungsanlage modernisiert oder modernisieren lässt, macht das am besten im Sommer, wenn die Anlage ohnehin abgeschaltet ist. Die Stiftung Warentest hat vier herkömmliche Thermostatköpfe und sieben programmierbare Modelle getestet. In puncto Regelung sind die meisten gut. Die besten programmierbaren Thermostate kommen von ELV, Conrad und Honeywell. Preis pro Thermostatkopf oder pro Set: etwa 40 bis 95 Euro. Das ist nicht billig, lohnt sich aber. Durch die gesparten Heizkosten ist die Ausgabe schon nach wenigen Jahren wieder drin.

Baukastensystem

Die baugleichen Thermostate von ELV und Conrad bestehen aus mehreren Komponenten. Der Temperaturfühler ist hier nicht wie sonst üblich in den Ventilkopf integriert, sondern in den Raumregler. Vorteil des Baukastenprinzips: Der Temperaturfühler lässt sich frei platzieren. Das Steuergerät sendet seine Befehle via Funk an die Ventile. Bis zu acht Ventilantriebe können in einem Raum gesteuert werden. Auch das Fenster wird via Funk überwacht. Dazu gleich mehr. Das ELV-Set aus Raumregler, Ventilantrieb und Fensterkontakt kostet 95 Euro, jeder weitere Ventilantrieb 37 Euro. Das baugleiche Set von Conrad kostete Anfang März 104 Euro (70 Euro für Raumregler und Ventilantrieb, 34 Euro für den Fensterkontakt).

Spart auch beim Lüften

Besonderheit beider Systeme: Der Fensterkontakt meldet, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet wird. Die Ventile schließen dann automatisch, mit einer Verzögerung von nur 30 Sekunden. Die anderen Thermostate im Test brauchen dafür etwa anderthalb Minuten. Sie erkennen das geöffnete Fenster am plötzlichen Temperaturabfall.

Honeywell günstig und gut

Gut und günstig ist das programmierbare Heizkörperthermostat Honeywell Rondostat. Preis: etwa 40 Euro. Steuergerät und Temperaturfühler sind hier direkt in den Ventilkopf integriert. Das Programmieren geht einfach von der Hand. Ein Display zeigt Temperatur und Zeit. Die programmierbaren Thermostate arbeiten elektronisch. Mit handelsüblichen Mignon-Batterien. Die halten etwa für zwei Jahre. Dann brauchen Motor und Elektronik neuen Saft. Bei ELV und Conrad müssen die Batterien schon nach anderthalb Jahren gewechselt werden.

Mechanisch deutlich billiger

Herkömmliche Thermostatventile kommen dagegen ohne Batterien aus. Sie funktionieren rein mechanisch. Als Temperaturfühler dient eine Flüssigkeit, die sich ausdehnt und wieder zusammenzieht. Den Komfort einer programmierten Temperaturabsenkung bieten die mechanischen Geräte natürlich nicht. Dafür sind sie deutlich billiger und sparen Batterien. Herkömmliche Thermostate kosten nur 8 bis 17 Euro. In puncto Regelung funktionieren sie ebenso gut wie die elektronischen Modelle.

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