Erdwärmeheizung: Mit Sonden und Kollektoren auf Wärmefang

Um die Wärme aus der Erde sammeln und zur Wärmepumpe transportieren zu können, sind Erdwärmesonden oder -kollektoren nötig.

Erdwärmekollektoren sind Schläuche mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel (Sole), die rund 1,50 Meter unter der Erde auf einer Fläche vom 1,5- bis 2-Fachen der Wohnfläche verlegt werden. Sie kosten in der Anschaffung etwa nur halb so viel wie Sonden, verbrauchen aber etwas mehr Strom. Sie sollten beim Bau des Hauses verlegt werden. Im Nachhinein würde sich der Hausbesitzer den Garten verwüsten.

Erdwärmesonden sind senkrechte Bohrungen ins Erdreich, in die Kunststoffrohre geschoben werden. Erdsonden ragen häufig 50 bis 100 Meter ins Erdreich und spenden pro Meter 30 bis 50 Watt Energie. Mit jedem Meter Bohrtiefe steigen aber die Kosten. Die Rohre sind mit Sole gefüllt, die die Energie zur Wärmepumpe transportiert. Sie entzieht der Flüssigkeit die Wärme und erzielt durch Kompression ein viel höheres Temperaturniveau. Mit wirtschaftlichem Stromverbrauch produziert die Pumpe Vorlauftemperaturen bis 45 Grad Celsius. Die Wärme wird zur Fußbodenheizung geschickt oder steht als Warmwasser bereit. Experten schätzen die Lebensdauer korrekt installierter Kollektoren und Sonden auf über 100 Jahre. Aus der Erde Wärme gewinnen können Bauherren fast überall in Deutschland. Behördliche Einschränkungen bestehen nur in Grundwasserschutzgebieten.

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