Heizen in Mietwohnungen Meldung

Bleibt im Winter die Heizung kalt, dürfen Mieter die Miete kürzen. Meist entscheiden die Gerichte, dass tagsüber 20 bis 22 Grad erreicht werden sollten ­ auch wenn im Mietvertrag nur 18 Grad stehen (Amtsgericht Charlottenburg, Az. 19 C 228/98). Nur zwischen 22 und 6 Uhr darfs auch etwas weniger sein.

Die Heizperiode reicht meist vom 1. Oktober bis 30. April, aber auch darüber hinaus muss geheizt werden, wenn die Außentemperatur drei Tage unter 12 Grad liegt oder die Zimmertemperatur unter 18 Grad fällt. Sinkt sie sogar unter 16 Grad, muss die Heizung sofort eingeschaltet werden. Hält der Vermieter sich nicht daran, darf die Miete in der Regel um 10 bis 30 Prozent gemindert werden ­ natürlich nur für die Tage, an denen es zu kalt war. Fließend Warmwasser sollte mit mindestens 40 Grad zur Verfügung stehen (LG Berlin, Az. 64 S 266/97).

Wichtig: Wer die Miete mindert, muss dem Vermieter die Mängel nennen, am besten schriftlich. Aber auch der Mieter hat Pflichten: Damit kein Schimmel entsteht, darf er die Raumtemperatur nicht unter 15 Grad sinken lassen.

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