Ausgaben für ein Pflege- oder Altersheim können steuerlich geltend gemacht werden – vorausgesetzt, der Patient musste wegen Krankheit und nicht wegen seines Alters ins Heim. Bisher musste das mit Pflegestufe I oder einer Behinderung mit Merkzeichen „H“ oder „BL“ belegt werden. Weil das aber keine gesetzliche Vorschrift ist, reicht nach Ansicht des Finanzge­richts Hessen auch ein amtsärztliches Attest, wenn es vor dem Umzug oder zeitgleich ausgestellt wurde (Az. 13 K 1676/04).

Tipp. Wer mit einem nachträglichen Gutachten nicht durchkommt, sollte die Verspätung begründen, etwa dass wegen der vielen Probleme beim Umzug weder der Betroffene noch die Angehörigen an ein amtsärztliches Attest gedacht haben.

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