Heimbüro Meldung

Arbeitnehmer mit einem Telearbeitsplatz zuhause können die Kosten fürs Arbeitszimmer meist voll absetzen.

Ein Versicherungsmathematiker hat den Streit um den Telearbeitsplatz in seinem Haus gewonnen. Der Angestellte kann die Ausgaben dafür voll absetzen, entschied der Bundesfinanzhof (BFH). Das Limit von 1 250 Euro für häusliche Arbeitszimmer gilt in seinem Fall nicht.

Der Kläger hatte das Angebot seines Arbeitgebers genutzt und sich zuhause einen Telearbeitsplatz eingerichtet. Die Technik stellte der Chef, das Arbeitszimmer der Mathematiker. Die Kosten für die Einrichtung und Renovierung des Raums und den Datenschutz bezifferte er auf über 12 000 Euro. Das Finanzamt machte bei 1 250 Euro Schluss.

Der BFH gab dem Kläger recht. Der Mittelpunkt der gesamten Arbeit liege am Telearbeitsplatz. Das Gericht kam zu diesem Schluss, weil der Mathematiker drei Tage zuhause und zwei Tage im Betrieb des Arbeitgebers arbeitete und überall Leistungen von gleicher Qualität erbrachte. Die Richter störten sich auch nicht daran, dass die Telearbeit erst in dem Jahr begann, das auf die Investition folgte. Es habe sich vorher schon abgezeichnet, dass der Telearbeitsplatz künftig der Mittelpunkt der gesamten Arbeit sein würde (Az. VI R 21/03).

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