Leistungs­beispiele für den Zahn­ersatz: Das gibt es für Krone, Inlay und Implantat dazu

Gesetzlich Kranken­versicherte müssen für Zahn­ersatz immer einen Eigen­anteil zahlen, selbst wenn sie die Regel­versorgung wählen. Die private Ergän­zungs­versicherung beteiligt sich an den Kosten. Den Höchst­bonus seiner Kasse erhält, wer zehn Jahre lang Stempel im Bonus­heft gesammelt hat.

Kassenkrone für 290 Euro

(Voll­guss­krone aus edel­metall­freier Legierung)

Für den Befund „1.1 Erhaltungs­würdiger Zahn mit weit­gehender Zerstörung der klinischen Krone“ ist als Regel­versorgung eine Krone aus einer Nichtedel­metall-Legierung (NEM) vorgesehen. Dieses Material kostet weniger als gold­haltige Legierungen. Da es sich um einen Seiten­zahn im nicht sicht­baren Bereich (Unterkiefer, Zahn 5) handelt, über­nimmt die Kasse keine Kosten für zahn­farbene Verblendungen. Die Regel­versorgung wird nach kassenzahn­ärzt­licher Abrechnungs­weise für Arzt­leistungen (Bema) und für Labor­leistungen (BEL) abge­rechnet.

Gesamt­kosten: 290 Euro

  • Kassen­zuschuss: 185 Euro (Fest­zuschuss 2017 mit Höchst­bonus)
  • Eigen­anteil: 105 Euro

Ergän­zungs­tarife mit Zahn­ersatz­leistungen decken 47 bis 105 Euro

Krone plus privates Extra für 560 Euro

(Voll­verblendete Metall-Keramik-Krone im nicht sicht­baren Bereich)

Es handelt sich um eine optisch schönere Versorgung für den gleichen Befund wie oben. Die Metall­krone wird mit zahn­farbener Keramik über­zogen. Der Zahn­arzt rechnet seine Leistung fast voll­ständig nach der privatzahn­ärzt­lichen Gebühren­ordnung (GOZ) ab. Bei privater Abrechnung können Zahn­ärzte den Gebühren­satz je nach Schwierig­keit der Behand­lung steigern.

Zusammenset­zung der Kosten:

  • Material- und Labor­kosten: 280 Euro (davon 140 Euro Regel­versorgung, 140 Euro für die Verblendung)
  • Zahn­ärzt­liche Leistungen: 280 Euro (davon 17 Euro Regel­versorgung nach Bema, 263 Euro private Leistungen, berechnet nach GOZ mit dem 2,8-fachen Gebühren­satz)

Gesamt­kosten: 560 Euro Kassen­zuschuss: 185 Euro (Fest­zuschuss 2017 mit Höchst­bonus) Eigen­anteil: 375 Euro.

Ergän­zungs­tarife mit Zahn­ersatz­leistungen decken 74 bis 319 Euro

Inlay für 600 Euro

(Dreiflächiges Keramik-Inlay)

Ein Inlay ist eine harte Einlagefüllung für ein Loch im Zahn, das normaler­weise mit Amalgam gefüllt würde. Der Zahn­techniker fertigt es nach einem Abdruck­modell zum Beispiel aus einer Gold­legierung oder aus Keramik an. Dafür zahlt die Kasse keinen Fest­zuschuss, sondern nur so viel, wie sie für die Füllung zahlen würde. Der Zahn­arzt rechnet voll­ständig nach dem teureren privatzahn­ärzt­lichen System ab.

Zusammenset­zung der Kosten:

  • Material- und Labor­kosten: 300 Euro
  • Zahn­ärzt­liche Leistungen: 300 Euro (berechnet nach GOZ mit dem 3,0-fachen Gebühren­satz)

Gesamt­kosten: 600 Euro

Kassen­zuschuss: 46 Euro (Kosten einer dreiflächigen Amalgamfüllung)

Eigen­anteil: 554 Euro

Ergän­zungs­tarife mit Zahn­ersatz­leistungen decken 0 bis 554 Euro

Zahn­ersatz auf Implantat für 3 580 Euro

(Implantat mit voll­ständig verblendeter Metall-Keramik-Krone) Der Befund heißt in diesem Beispiel „2.1 Zahn­begrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn“. Es handelt sich um Zahn 5 im Unterkiefer, also einen Seiten­zahn im nicht sicht­baren Bereich. Die Regel­versorgung wäre eine unver­blendete Brücke aus einer Metall­legierung ohne Gold­anteil, die an den Nach­barzähnen befestigt wird. Ein Implantat ist eine künst­liche Zahnwurzel, meist aus Metall, die in den Kieferknochen einge­schraubt wird. Darauf wird dann der Zahn­ersatz (Supra­konstruktion) befestigt. Bei einer Implantat­versorgung rechnet der Zahn­arzt alle seine Leistungen komplett nach GOZ ab. Wir gehen von einer teuren Behand­lung aus, bei der zunächst ein Knochen­aufbau erforderlich ist, bevor der Zahn­arzt das Implantat einsetzen kann.

Zusammenset­zung der Kosten:

  • Implantat: 1 530 Euro, davon Material­kosten: 780 Euro, implantologische Leistungen 750 Euro (je zur Hälfte berechnet nach 2,3-fachem und 3,5-fachem GOZ-Satz)
  • Knochen­aufbau: 1 150 Euro (je zur Hälfte berechnet nach dem 2,3-fachen und dem 3,5-fachen GOZ-Satz)
  • Supra­konstruktion: 900 Euro, davon Material- und Labor­kosten: 450 Euro (mit 140 Euro für Verblendung) und zahn­ärzt­liche Leistungen 450 Euro (je zur Hälfte berechnet nach dem 2,3-fachen und dem 3,5-fachen GOZ-Satz)
  • Gesamt­kosten: 3 580 Euro
  • Kassen­zuschuss: 437 Euro (Fest­zuschuss 2017 mit Höchst­bonus)
  • Eigen­anteil: 3 143 Euro
  • Ergän­zungs­tarife mit Zahn­ersatz­leistungen decken 175 bis 2 785 Euro

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