Heilkostenerstattung Heilkostenerstattung: Schulmedizin hat Vorrang

15.02.2000

Krankenkassen müssen für alternative Medizin nur dann zahlen, wenn die Behandlungen bessere Erfolge als die Schulmedizin versprechen oder zumindest gleichwertig sind. So entschied das OLG Köln (Az: 5 U 232/98).

Ein Ehepaar hatte die Krankenversicherung ihrer inzwischen verstorbenen Tochter auf Erstattung der Kosten einer alternativen Krebstherapie verklagt. Das OLG wies die Klage ab. Zu ersetzen sei immer nur die medizinisch notwendige Heilbehandlung. Und die umfasse nur allgemein anerkannte und geeignete Behandlungsmethoden, die die Krankheit heilen, lindern oder zumindest der Verschlimmerung entgegenwirken.

Bei der Prüfung, ob die Behandlung dies leisten kann, soll von der Schulmedizin ausgegangen werden. Ausnahmen von diesem Grundsatz hielt das Gericht nur dann für denkbar, wenn es keine schulmedizinisch anerkannten Therapien gäbe.

Das gelte zum Beispiel für eine Aidserkrankung, nicht jedoch für den zwar unheilbaren, aber noch therapierbaren Krebs der Verstorbenen.

15.02.2000
  • Mehr zum Thema

    Gesund­heits­unter­suchung Check-Up Neue Regelung

    - Nur noch alle drei Jahre: Gesetzlich Kranken­versicherte ab 35 Jahren haben seit April 2019 nur noch alle drei Jahre Anspruch auf eine regel­mäßige...

    Gesetzliche Kranken­versicherung Alle Infos zum Thema Krankenkassen

    - Beiträge, Leistungen, Kosten von Krankenkassen im Über­blick der Stiftung Warentest: Darauf haben Kinder, Studenten, Berufs­tätige, Rentner in der Kranken­versicherung...

    Krankenkassen­vergleich Die beste Krankenkasse für Sie

    - Beiträge und Extras von Osteo­pathie bis Zahn­reinigung: Mit unserem Vergleich von 71 Krankenkassen finden Sie passende Zusatz­leistungen und können viel Geld sparen.