Krankenkassen müssen für alternative Medizin nur dann zahlen, wenn die Behandlungen bessere Erfolge als die Schulmedizin versprechen oder zumindest gleichwertig sind. So entschied das OLG Köln (Az: 5 U 232/98).

Ein Ehepaar hatte die Krankenversicherung ihrer inzwischen verstorbenen Tochter auf Erstattung der Kosten einer alternativen Krebstherapie verklagt. Das OLG wies die Klage ab. Zu ersetzen sei immer nur die medizinisch notwendige Heilbehandlung. Und die umfasse nur allgemein anerkannte und geeignete Behandlungsmethoden, die die Krankheit heilen, lindern oder zumindest der Verschlimmerung entgegenwirken.

Bei der Prüfung, ob die Behandlung dies leisten kann, soll von der Schulmedizin ausgegangen werden. Ausnahmen von diesem Grundsatz hielt das Gericht nur dann für denkbar, wenn es keine schulmedizinisch anerkannten Therapien gäbe.

Das gelte zum Beispiel für eine Aidserkrankung, nicht jedoch für den zwar unheilbaren, aber noch therapierbaren Krebs der Verstorbenen.

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