Heckenschere von Penny Schnelltest

Einen guten Schnitt verspricht die Penny-Werbung in dieser Woche. Auf dem Angebotszettel steht eine Heckenschere mit 60 Zentimetern Schnittlänge für 29,99 Euro. Keine Frage: Das ist billig. Ob es auch günstig ist und sich die Hecke damit gut in Form bringen lässt, klärt der Schnelltest.

Schwergewicht

Schon wenige Minuten nach Testbeginn ist klar: Gartenarbeit ist zuweilen ziemlich anstrengend. Die Heckenschere aus dem Penny-Angebot wiegt fast viereinhalb Kilo und damit rund ein halbes Pfund mehr als die schwersten Geräte der etablierten Konkurrenz im Vergleichstest Heckenscheren. Vor allem bei hohen und langen Hecken beginnen die Arme bald zu schmerzen. Außerdem ist die Discountheckenschere sehr laut. Mit Gehörschutz zu arbeiten ist nicht nur vorgeschrieben, sondern zur Vermeidung von Schwerhörigkeit auch höchst sinnvoll.

Schnittkraft

Ansonsten schlägt sich die Heckenschere zunächst ganz gut. Vor allem dickere Äste schneidet sie problemlos. Typische Schwäche von Heckenscheren mit ähnlich schnell laufenden Messern: Dünne Äste schieben die Messer gern vor sich her. Sie geraten dadurch mehrfach ins Messer. Die Enden fransen aus und bieten Pilzen und Mikroben größere Angriffsfläche. Besondere Schwäche der Heckenschere von Penny: Das letzte Messer an der Spitze des Schwerts schneidet mangels Widerpart gar nicht. Dort verhaken sich regelmäßig dickere Äste und zwingen dazu, die schwere Maschine zurückzuschwenken und neu anzusetzen. Das nervt gerade bei großen Hecken gewaltig.

Fangfrage

Ganz gut funktioniert der als Zubehör mitgelieferte Schnittgutfänger. Er verhindert zuverlässig, dass die abgeschnittenen Äste in die Hecke fallen. Allerdings wird die Heckenschere dadurch noch etwas schwerer. Und: Die Arbeitsgeschwindigkeit halbiert sich, weil mit Schnittgutfänger nur die eine Seite des Schwerts noch für den Schnitt zur Verfügung steht. Ärgerlich: Schon bei der ersten Funktionsprüfung rüttelte sich eine der drei Befestigungsschrauben des Fängers los und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Der letzte Schönheitsfehler fällt beim Wegräumen ins Auge: Der Messerschutz hält nicht richtig, und es fehlt eine Vorrichtung, um die Schere platzsparend an die Wand hängen zu können.

Durchhaltevermögen

In Sachen Sicherheit gibt es nichts zu Meckern. Die Heckenschere besteht die Hochspannungsprüfung und sorgt mit einer mechanischen Bremse dafür, dass die Messer innerhalb von Sekundenbruchteilen nach dem Abschalten in abgedeckter Position still stehen - genau so, wie es sein soll. Auch die für den Schnelltest verkürzte Dauerprüfung übersteht die Heckenschere ohne sichtbare Schäden. Wie lange das Messer hält, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Nach dem Schnelltest war noch kein Verschleiß zu erkennen. Ersatz ist leider nicht zu haben. Da sind Besitzer von Markengeräten klar im Vorteil. Allerdings: Manche Ersatzmesser kosten dort mehr als bei Penny die ganze Heckenschere.

test-Kommentar: Heckenschnitt mit Haken
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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