Heckenschere von Aldi Schnelltest

Aldi verkauft aktuell eine elektrische Heckenschere für 36,99 Euro. Wie nutzerfreundlich, leistungsfähig und haltbar das Gerät ist, klärt test.de im Schnelltest auf.

Montagsschere erwischt

Maschine gekauft, eingeschaltet, eine Stunde gearbeitet, danach war die neue Heckenschere kaputt. Was dem Käufer dann über die Lippen kommt, weiß jeder. Die Feder der Rutschkupplung war gebrochen. Das sonst sehr laute Gerät sagte keinen Mucks mehr. Der Hobbygärtner hatte leider daneben gegriffen und eine Montagsschere erwischt. Ein solches Erlebnis wird wohl den meisten erspart bleiben.

Tipp: Probieren Sie die Schere direkt nach dem Kauf an Ihrer Hecke aus. Passiert Ihnen ein ähnlich schneller Ausfall, können sie die Schere gleich am nächsten Tag umtauschen. Wenn Sie erst nach drei Wochen vom Defekt überrascht werden, kann es sein, dass Sie nicht mehr umtauschen können und nur noch Ihr Geld zurückbekommen.

Schnitt gut

Die Tester haben mit der Aldi-Schere alte, verästete Knallerbsenbüsche geschnitten, Thuja gestutzt und eine Hainbuchenhecke in Form gebracht. Dabei wird das Wildgehölz wie in einem Barockgarten zur Skulptur geschnitten, die Experten nennen das Formschnitt. Das Schneidwerk arbeitet ordentlich und mit Kraft. Das ist gut, weil die Messer so kaum zum Blockieren neigen. Die hohe Messergeschwindigkeit ist für das Schneiden mehrerer kleiner Zweige ungünstig. Sie werden von den Messern des Aldi-Geräts oft vor sich her geschoben und nicht sofort erfasst. Die Schnitte fransen dann beim mehrmaligen Ansetzen leider aus. Das ist eine typische Macke von Heckenscheren mit schnell laufenden Messern. Etwa 15 Millimeter starke Äste von Knallerbse und Thuja trennt die Schere problemlos durch. Allerdings schneidet sie einzelne dünne Äste sauberer als dicke.

Bedienung gut

In punkto Bedienung holt sich das Gerät gute Noten ab. Die Griffe sind handfreundlich gestaltet und ermöglichen ein gutes Balancieren der Schere. Für den Normalgebrauch sind jeweils ein Schalter am vorderen und am hinteren Handgriff angeordnet. Ergonomisch sind sie okay, nur der vordere ist etwas dünn geraten. Die Schalter sind so kombiniert, so dass der Freizeitgärtner keinen zwingend zuerst drücken muss. Die Besonderheit ist ein dritter Schalter am Ende des Handgriffs. Dieser Zusatzschalter ermöglicht dem Gärtner seinen Arbeitsbereich weiter auszudehnen. Damit lassen sich hohe und breite Hecken leichter stutzen.

Nachteil: Mit vier Kilo ist das Gerät kein Leichtgewicht. Trainierte Arme sind beim Arbeiten jedenfalls im Vorteil. Auch ist die Schere ziemlich laut, deshalb ist Arbeiten mit Gehörschutz dringend angeraten.

Sicherheit gut

Die Sicherheitsprüfungen hat das Gerät ohne Beanstandungen durchlaufen. In Sekundenbruchteilen bringt die mechanische Bremse die Messer nach dem Abschalten in versenkter Stellung zum Stillstand. Die für den Schnelltest auf 34 Stunden reduzierte Dauerprüfung hat die Aldi-Schere ohne Blessuren durchgestanden. Die Messer zeigten normale Abnutzungserscheinungen. Auch die chemischen Untersuchungen des Materials brachten keine Auffälligkeiten an den Tag.

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