Hecken pflanzen Es muss nicht immer Thuja sein

17.03.2021
Hecken pflanzen - Es muss nicht immer Thuja sein
Sommerflieder*. Ernährt Insekten, versteckt Nester – und erfreut das Auge. © Getty Images / Nobutoshi Akao

Jetzt bricht wieder die Zeit an, sich über die Verschönerung des eigenen Gartens Gedanken zu machen. Das betrifft auch Hecken und Sicht­schutz­bepflan­zungen. Denn viele Garten­gehölze bieten mehr als nur Sicht­schutz. Wir stellen vor: die idealen Hecken­pflanzen für Insekten, Vögel und Naschkatzen.

Thuja, Eibe, Buchs­baum

Thuja-, Eiben- und Buchs­baumhe­cken dienen vor allem zur Grundstücks­begrenzung oder als Sicht­schutz. Doch viele andere Gehölze können das auch − und ernähren oben­drein Insekten, verbergen Nester und liefern Früchte für Säfte und Marme­laden. Gemischte Hecken aus verschiedenen Sträuchern und Gehölzen erhöhen die Arten­vielfalt im Garten.

Insektenweiden

Reichlich Nektar bieten Sommerflieder*, Pfeifen­strauch und Sal-Weide, deren Weidenkätz­chen zudem als Frühlings­deko taugen. Hibiskus liefert vor allem Pollen, eine späte Nahrungs­quelle ist Efeu, der erst im Herbst blüht.

Vogel­schutz

Amsel, Nachtigall, Rotkehl­chen, Zilpzalp und alle Grasmü­cken schätzen dichte, gern auch dornige Hecken, in denen sie sich verstecken und nisten können. Der Singvogel Neuntöter nutzt die Dornen zudem als „Speisekammer“: Er spießt Beutetiere auf und verspeist sie erst später. Geeignet sind Weiß- und Feuerdorn sowie Wildrosen wie Hunds-, Hecken- oder Kartoffel­rose, die zudem prächtig blühen und im Herbst essbare Hagebutten tragen.

Früchte

Nahrhaft für Vögel, aber giftig für Menschen sind die Beeren von Schnee­ball, Hart­riegel und Pfaffenhütchen. Selbst naschen oder weiterver­arbeiten können Sie dagegen Felsenbirne, Schwarzen Holunder, Berberitze alias Sauerdorn, Sanddorn, Wacholder und Kornelkirsche. Schlehen wachsen am Schwarz­dorn und sind erst nach dem ersten Frost genieß­bar.

Blick­dicht

Nicht alle Laub­gehölze verlieren im Herbst ihre Blätter. Der Liguster wirft sie erst nach dem Winter ab, ebenso die Rotbuche*, deren Blätter sich im Herbst rot färben.

* Passagen korrigiert am 16. März 2021

17.03.2021
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