Hausverwalter sind verpflichtet, allen Wohnungseigentümern Einblick in sämtliche Verwaltungsunterlagen zu gewähren. Nur so ist eine vollständige Kontrolle der vorgelegten Jahresabrechnung möglich.

Der Verwalter darf weder ein besonderes rechtliches Interesse vom Eigentümer fordern noch sich auf Datenschutz oder auf Beschränkungen durch den Verwaltervertrag berufen.

Dennoch verweigern viele Verwalter den Einblick, berichtet der Bonner Verein „wohnen im eigentum“, der bundesweit Wohnungseigentümer berät. Betroffene Eigentümer sollten auf ihr Recht pochen. Sie haben dazu ein Druckmittel, denn der Verwalter riskiert seine vorzeitige Abberufung.

Zwar sind die Voraussetzungen für einen Rauswurf des Verwalters sehr hoch. Verweigert der Verwalter den Eigentümern aber Unterlagen, kann das vor Gericht als Grund für die Abberufung genügen.

Auch nach einer vorzeitigen Abberufung können die Eigentümer wegen falscher Abrechnungen gegen den Verwalter vorgehen. „Sie schließt spätere Schadenersatzforderungen nicht aus“, erklärt Yannis Markmann von „wohnen im eigentum“.

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