Hausratversicherungen Meldung

Bei der Hausratversicherung lässt sich viel Geld sparen. Teure Versicherer fordern von ihren Kunden oft viermal so viel wie günstige.

Knapp 110 000 Wohnungseinbrüche jährlich – bei bundesweit fast 40 Millionen Haushalten bedeutet das: Jedes Jahr erwischt es einen von 364 Haushalten. Deshalb ist eine Hausratversicherung sinnvoll. Sie greift bei Einbruch, bei Schäden durch Brand, Leitungswasser oder Sturm. Die Versicherung ist nur für den Hausrat da, sie ersetzt also nur bewegliche Gegenstände, nicht hingegen fest eingebaute Teile des Hauses wie zum Beispiel Tapeten, verklebte Teppichböden oder Heizungsanlagen. Für die ist die Gebäudeversicherung zuständig.

Nach einem Schaden wird im Regelfall der Neuwert gezahlt – oder das, was ein gleichwertiges Stück heute kosten würde. Für einen alten Fernseher, der vor 15 Jahren mit 1 000 Mark im preislichen Mittelfeld lag, gibt es so viel, dass der Kunde sich ein heute aktuelles Gerät kaufen kann.

Nachteil: Der Neuanschaffungswert wird auch bei der Versicherungssumme zugrunde gelegt. Jedes Teil fließt dort zum Neupreis ein. Vor allem Kunden, bei denen sich über die Jahre viele Bücher in den Regalen angesammelt haben, stellen plötzlich überrascht fest, dass allein dafür einige zigtausend Euro zusammenkommen.

Deshalb ist es auch für Altkunden sinnvoll, einen Streifzug durch die Wohnung zu machen, um die Versicherungssumme ihrer Hausratpolice anzupassen. Dabei hilft unsere Gratis-Wertermittlungsliste: www.test.de/hausratliste.

Tipp: Nutzen Sie die private Inventur gleich, um wertvolle Stücke zu fotografieren. Die ausgefüllte Wertermittlungsliste und die Fotos bewahren Sie am besten außer Haus auf – zum Beispiel bei Bekannten oder im Schließfach der Bank.

Ist die Versicherungssumme zu niedrig, kann das teuer werden. Dann liegt nämlich Unterversicherung vor und im Schadensfall gibt es entsprechend weniger.

Beispiel: Als Versicherungssumme sind 80 000 Euro vereinbart, die Neuanschaffung des gesamten Hausrats würde aber 100 000 Euro kosten. Damit ist der Hausrat nur zu 80 Prozent versichert. Würde jetzt bei einem Diebstahl ein Schaden von 10 000 Euro entstehen, bekäme der Versicherte nur 8 000 Euro ersetzt.

Das Problem lässt sich mit einem Unterversicherungsverzicht lösen. In der Regel legen die Gesellschaften dann pauschal eine Versicherungssumme von 650 Euro pro Quadratmeter fest. Vorteil: Der Kunde bekommt den vollen Schaden ersetzt. Nachteil: Bei sehr großen Wohnflächen kommen Versicherungssummen zustande, die den Wert des Hausrats deutlich übersteigen. Dann zahlt der Kunde zu viel Prämie.

Die Preisunterschiede für Hausratpolicen sind enorm. So kostet der Jahresbeitrag für eine 85-Quadratmeter-Wohnung in Köln beim günstigsten Anbieter Asstel 93 Euro, beim teuersten 377 Euro. Mit unserer Computeranalyse finden Sie günstige Verträge. Die Auswertung kostet 12 Euro.

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