Hausratversicherungen Meldung

Die Preisunterschiede sind enorm: Eine Hausratpolice für eine Dreizimmer-Wohnung kann 100 oder 400 Euro kosten. test nennt günstige Angebote.

Hab und Gut müssen geschützt sein. Deshalb finden die meisten Deutschen eine Hausratversicherung selbstverständlich. Doch einmal abgeschlossen, landet sie im Aktenschrank – oft für Jahre. Dabei sollten Kunden gerade diesen Vertrag ab und zu checken. Denn der Hausrat steigt im Wert oft schneller, als man denkt. Das kann im Ernstfall zu Unterversicherung führen. Dann wird die Entschädigung gekürzt.

Beispiel: Der Vertrag wurde früher über 70 000 Euro abgeschlossen, mittlerweile ist der Hausrat aber 100 000 Euro wert. Das sind 30 Prozent Unterdeckung. Wenn nun ein Brand 12 000 Euro Schaden anrichtet, gibt es nur 8 400 Euro Entschädigung.

Wer das vermeiden will, kann Unterversicherungsverzicht vereinbaren. Dann legt der Versicherer automatisch 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter zugrunde und prüft im Schadensfall gar nicht auf Unterversicherung. Nachteil ist aber, dass dies dann auch die maximale Entschädigung ist. Wer bei einem Totalschaden mehr braucht, sollte also lieber den wahren Wert des Hausrats zusammenrechnen.

Dasselbe gilt für Kunden mit sehr großer Wohnfläche. Sie wären mit dem pauschalen Unterversicherungsverzicht „überversichert“ und würden zu hohe Beiträge zahlen. Wichtig: Aller Hausrat muss zum Neuwert kalkuliert werden, auch alte Bücher, Möbel oder Elektrogeräte, selbst wenn sie zum Spottpreis gebraucht gekauft wurden.

Tipp: Unsere Checkliste Hausratversicherung hilft dabei.

Sinnvoll ist die Police, wenn die eigenen Mittel nicht reichen würden, nach einem Totalschaden alles neu zu kaufen – also für die meisten Haushalte. Am ehesten können junge Leute darauf verzichten, die sich gerade erst einrichten. Die Versicherung hilft bei Einbruch, Brand und Schäden durch Leitungswasser, Sturm, Hagel, Blitzschlag sowie Raub. Wobei nur als „Raub“ gilt, wenn Gewalt angewendet oder angedroht wurde. Einfacher Diebstahl – etwa wenn ein Taschendieb zuschlägt – ist nicht versichert.

Unser Analyse Hausratversicherung nennt Ihnen günstige Anbieter für Verträge, die auf Ihren persönlichen Bedarf zugeschnitten sind. Hier einige Tipps zum Ausfüllen des Fragebogens.

Selbstbeteiligung: Sie senkt den Beitrag, bei der Allianz zum Beispiel bringen 500 Euro Selbstbehalt 20 Prozent Ersparnis.

Wertsachen: Teure Kunst, Teppiche, Pelze, Antiquitäten, Schmuck, Briefmarken oder Wertpapiere sind meist mit höchstens 20 Prozent der Versicherungssumme mitversichert. Wer mehr braucht, kann die Grenze erhöhen. Bei Bargeld gelten 1 000 Euro als Limit, bei Urkunden 2 500 Euro, bei Briefmarken, Münzen, Schmuck 20 000 Euro.

Fahrräder: Sie lassen sich gegen Aufpreis mitversichern. Für ein 500-Euro-Rad kostet das in einer günstigen Tarifzone ab etwa 20  Euro aufwärts. Nachts zwischen 22 und 6 Uhr greift der Schutz meist nur, wenn das Rad in einem geschlossenen Raum stand oder noch in Gebrauch war, also beispielsweise vor dem Kino geparkt war, um anschließend damit heim zu fahren. Deshalb: Wer sein Rad nachts meist draußen lässt, sollte einen Tarif mit Nachtschutz wählen.

Überspannung: Auch wenn der Blitz weit weg einschlägt, können Spannungsspitzen entstehen, die Elektrogeräte zerstören. Pro Jahr gibt es etwa 500 000 solcher Schäden. Bei einigen Anbietern sind sie gratis mitversichert, anderswo kostet es Aufpreis.

Glas: Das lohnt nur bei großen Glasflächen wie etwa Wintergärten. Aber Ceran-Kochfelder sind dann nur mitversichert, wenn das ausdrücklich im Vertrag steht.

Hotel: Wenn der Hausrat zerstört und die Wohnung unbewohnbar ist, zahlt die Versicherung den zeitweisen Hotelaufenthalt.

Rückreise: Passiert etwas, während der Kunde auf Reisen ist, zahlt die Versicherung eine notwendige vorzeitige Abreise.

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