Das offene Fenster hat keiner bemerkt – nur der Einbrecher.

Haustür nur zugezogen? Fenster offengelassen? Herd nicht ausgeschaltet? Bei Einbruch und Feuer hilft die Hausrat­versicherung. Die Stiftung Warentest hat 157 Tarife von 61 Hausrat­versicherern untersucht. Ergebnis: Teure Policen kosten oft dreimal soviel wie preisgüns­tige. Gefähr­lich: Viele Versicherer kürzen ihre Entschädigungs­zahlung, wenn Versicherte den Schaden grob fahr­lässig herbeiführen. Wir empfehlen nur Angebote, die auf solche Kürzungen verzichten.

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TestHausrat­versicherung29.06.2020
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Preise für Hausrat­versicherungen klaffen weit auseinander

Eine Hausrat­versicherung wird häufig gebraucht. Rund 943 Millionen Schäden regulierten die Versicherer im Jahr 2018 – bei bundes­weit rund 41 Millionen Haushalten. Die Preis­unterschiede sind enorm. Das güns­tigste Angebot in unserer Unter­suchung kostet für unseren Modell­haushalt in Frank­furt/Main 91 Euro Jahres­beitrag. Beim teuersten sind es 436 Euro. Das ist zwar ein Premium­tarif mit mehr Leistungen. Doch die brauchen die meisten Versicherten gar nicht. Vielen würde ein Wechsel der Versicherung eine große Ersparnis bringen.

Auf den Wohn­ort kommt es an

Entscheidend für den Preis einer Hausrat­versicherung ist der Wohn­ort. Die Versicherer teilen das Bundes­gebiet in Risikozonen auf. In Städten mit vielen Einbrüchen ist es teurer. In München beispiels­weise gibt es wenige Einbrüche, sodass die güns­tigste Police im Test dort schon für 56 Euro zu haben ist. Deshalb haben wir die Preise in beiden Städten verglichen: Frank­furt als Beispiel für einen Ort mit großem Risiko, München für ein geringes Risiko.

Ganz bequem zum besten Hausrat-Schutz

Das bietet der Finanztest-Artikel. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie den Vergleich von 144 Hausrat­versicherungen aus Finanztest 7/2020. Es steht Ihnen dann das PDF mit den Tarifen für unsere Modell­orte München und Frank­furt zur Verfügung. Dazu gibt es hilf­reiche Tipps – etwa zur Frage, wie Fahr­räder am besten versichert werden oder ob auch ein Nachts arbeitender Mähroboter versichert ist.

Individueller Tarif­rechner auf test.de. Sie wohnen nicht in München oder Frank­furt oder sind unsicher, ob Ihr Wohn­ort eher zu den güns­tigen oder den teuren Orten zählt? Nutzen Sie den stets aktuellen individuellen Tarifrechner Hausratversicherung auf test.de. Er ermittelt Ihnen aus dem großen Angebot deutscher Versicherer die güns­tigste Hausrat­versicherung für Ihren ganz individuellen Bedarf. Der Vergleich lohnt sich: Zwischen dem güns­tigsten und teuersten Angebot für die gleiche Wohnung können viele hundert Euro liegen.

Unterschiede bei den Leistungen der Hausrat­versicherung

Die Hausrat­versicherung schützt bei Einbruch, Raub, Vandalismus. Daneben bei Feuer und Blitz­schlag. Sie tritt ein in Fällen von Sturm und Hagel und schließ­lich auch bei undichten Wasser­leitungen. Dazu gibt es Erweiterungen, die extra kosten – zum Beispiel eine Versicherung gegen Glasbruch oder gegen Fahr­raddiebstahl. Wir erläutern für viele Teil­aspekte, was versichert ist und was nicht, zum Beispiel Aquarien und Wasser­betten, Diebstahl von Kinder­wagen oder Rollatoren aus dem Hausflur, Einbruch ins Wohn­mobil oder in die Schiffs­kabine auf einer Kreuz­fahrt oder Schäden an Sachen, die im Keller oder in der Garage liegen.

Wichtig: Keine Kürzung bei grober Fahr­lässig­keit

Der Versicherer sollte sich nicht die Kürzung bei der Entschädigung vorbehalten, wenn der Kunde grob fahr­lässig gehandelt hat. Mit diesem Vorwurf sind einige Anbieter schnell bei der Hand: Ein Fenster auf Kipp, die Tür nur einmal abge­schlossen, den Herd nicht ausgeschaltet – da kann es Ärger geben. Deshalb raten die Experten der Stiftung Warentest Kunden mit Altverträgen: Sehen Sie Ihre Policen durch und steigen Sie im Zweifel auf einen neuen Vertrag um, der Kürzungen bei grober Fahr­lässig­keit nicht vorsieht.

Vorsicht vor der Unter­versicherung

Vor allem Kunden, die schon seit langer Zeit eine Hausrat­versicherung haben, sollten ihren Vertrag auf Unter­versicherung checken. In der Regel steigt mit den Jahren auch der Wohn­stan­dard: ein großer Fernseher, ein schneller Computer, Designermöbel – irgend­wann ist der Hausrat viel mehr wert, doch die Versicherungs­summe ist geblieben. Das hat im Schadens­fall fatale Konsequenzen. Ist nur der halbe Wert versichert, gibt es auch nur die halbe Entschädigung – selbst wenn kein Totalschaden vorliegt. Kunden sollten am besten einen pauschalen Unter­versicherungs­verzicht vereinbaren.

So prüfen Sie Ihren Altvertrag

Unter­versicherung. Passt Ihre Versicherungs­summe noch? Oft kommen über die Jahre hoch­wertige Anschaffungen hinzu. Dann kann es knapp werden. Am besten vereinbaren Sie den pauschalen Unter­versicherungs­verzicht mit 650 Euro pro Quadrat­meter.

Wert­sachen. Meist sind sie nur bis 20 Prozent der Versicherungs­summe geschützt. Schmuck bis 20 000 Euro, Wert­papiere und Sparbücher bis 2 500 Euro. Wer geerbt hat, liegt eventuell darüber. Wählen Sie dann höhere Grenzen.

Kürzung. In vielen alten Verträgen darf der Versicherer bei grober Fahr­lässig­keit seine Zahlung kürzen. Wir raten, den Vertrag umzu­stellen und dies auszuschließen.

Elektrorad. Wer sich ein E-Bike ange­schafft hat, sollte prüfen, ob die Versicherungs­summe für den Zusatz­schutz „Fahr­rad“ noch reicht.

Zusatz­leistungen. Vielen Kunden sind Zusatz­leistungen wichtig. Wer zum Beispiel auf Kreuz­fahrt geht, möchte Schutz bei Einbruch in die Schiffs­kabine. Camping­urlauber wollen den Einbruch in ein an der Straße geparktes Auto versichert wissen. Andere Zusätze greifen bei undichten Aquarien, bei Diebstahl von Gartenmöbeln auf der Terrasse oder von Rollatoren und Kinder­wagen aus dem Hausflur. In neuen Tarifen ist dies oft ohne Aufpreis enthalten.

Nutzer­kommentare, die vor dem 16. Juni 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf einen Vorgängertest.

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