Hausratversicherung Meldung

Eine offene Grundstückseinfahrt gibt einem Versicherer noch nicht das Recht, die Zahlung zu verweigern, wenn ein versichertes Fahrrad vom Grundstück gestohlen wird. Dies hat der Versicherungsombudsmann Wolfgang Römer entschieden und die Versicherungsgesellschaft verpflichtet zu zahlen.

Streit um „Einfriedung“

Der Hausratversicherer hatte nicht für den Schaden aufkommen wollen. Der Schutz der Hausratversicherung greife nur, wenn das gestohlene Rad abgeschlossen gewesen sei und sich außerdem „auf dem eingefriedeten Grundstück befunden hat“. Das Grundstück war zwar durch hohe Zäune und Hecken gesichert, die Grundstückseinfahrt war jedoch offen.

Ombudsmann erzwingt Zahlung

Im Unterschied zum Versicherer sah der Ombudsmann darin trotz des offenen Tors eine Einfriedung. Es müsse nur deutlich sein, dass das Grundstück vor willkürlichem Betreten geschützt werden soll, so der Ombudsmann. Hecken oder Zäune müssten das Grundstück aber nicht lückenlos umschließen. Der Versicherer habe die Fahrraddiebstahlklausel „nicht zutreffend“ ausgelegt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 445 Nutzer finden das hilfreich.