Nach einem Einbruch kommen Hausrat­versicherer bei Gebäudeschäden in der Regel für notwendige Reparaturen auf – jedoch nicht für unerhebliche Schön­heits­schäden. Nach einem Einbruch­diebstahl erhielt ein Geschädigter rund 1 688 Euro zur Erneuerung des Schlaf­zimmerfens­ters und einer Terrassentür. Für zwei weitere beschädigte Terrassentüren erstattete der Versicherer die Reparatur­kosten. Die Reparatur hielt der Geschädigte für unsachgemäß und optisch nicht gelungen. Er verlangte deshalb zwei neue Türen.

Vor dem Ober­landes­gericht in Hamm bekam der Versicherer recht. Er muss die notwendigen Kosten für den schnellsten, sichersten und zumut­bar billigsten Reparaturweg tragen und schuldet die Wieder­herstellung des ursprüng­lichen Zustandes. Außerdem war laut Gutachten die optische Beein­trächtigung mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Es handle sich allenfalls um einen nicht erstattungs­fähigen Schön­heits­schaden, da die Gebrauchs­fähig­keit der Tür nicht beein­trächtigt ist (Az. 20 U 222/15).

Tipp: Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig Tarife von Hausrats­versicherern. Zum aktuellen Test Hausratsversicherung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.