Die Hausratversicherung gilt nur dann für eine Garage, wenn sie nicht zu weit von der Wohnung entfernt ist. Mit diesem Urteil gab der Bundesgerichtshof einem Versicherer Recht, der sich nach einem Diebstahl aus einer 1,45 Kilometer von der Wohnung entfernten Garage weigerte, zu zahlen (Az. IV ZR 270/02).

Die Garage, die der Versicherte gemietet hatte, war aufgebrochen und Werkzeug im Wert von etwa 5 000 Euro gestohlen worden. Der Versicherer muss laut Versicherungsbedingungen zwar zahlen, wenn die Garage „in der Nähe“ der Wohnung liegt. Nach Auffassung der Richter muss jedoch „ein Minimum an Beobachtungs- und Überwachungsmöglichkeit“ vorhanden sein. Dies sei hier nicht der Fall.

Mit „Nähe“ sei keinesfalls gemeint, dass die Garage in der gleichen Wohngegend oder im gleichen Stadtbezirk wie die Wohnung liegen dürfe. Vielmehr sei mit der Formulierung eine „nur geringe Entfernung“ gemeint.

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