Hausrat­versicherung Schutz für den Hausrat – unterwegs

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Eine Hausrat­versicherung ersetzt nicht nur Schäden in der eigenen Wohnung. Sie springt auch ein, wenn die Versicherten auf Reisen sind. Dieser Schutz gilt aber nicht unbe­schränkt. So kommt es zum Beispiel darauf an, ob Wert­sachen von Versicherten einfach nur entwendet wurden – oder ob sie bei einem Einbruch­diebstahl verschwinden. Die besten Angebote bietet der Vergleich der Stiftung Warentest.

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„Zum Glück haben wir eine Hausrat­versicherung“, sagten sich Antje und Uwe Heidel­berg. Das Ehepaar aus Mett­mann verbrachte ein paar Tage in Berlin. Während sie beim Abend­essen saßen und sich kulinarisch ver­wöhnen ließen, brachen Diebe in ihr Hotel­zimmer ein. „Als wir zurück­kamen, war alles weg: Laptop, Foto- und Filmkamera und zwei Portmonees“, sagt Uwe Heidel­berg. Sofort verständigte er die Hotelleitung und die Polizei. Dann meldete er den Schaden von rund 1 500 Euro seinem Versicherer. In der Hausrat­versicherung sind auch Sachen geschützt, die außer­halb der Wohnung verschwinden. Außen­versicherung heißt dieser Schutz. Wenn im verschlossenen Hotel­zimmer oder abge­schlossenen Umkleideraum einer Sport­halle einge­brochen wird, sind Sachen wie elektronische Geräte, Hobby- und Sport­geräte, aber auch Kleidung versichert. Die Gesell­schaften begrenzen die Leistung der Außen­versicherung jedoch der Höhe nach, zum Beispiel auf maximal 10 000 Euro, wie die Tabelle zeigt.

Fremdes Ferien­haus ja, eigenes Ferien­haus nein

Die Außen­versicherung springt ein, wenn sich der Hausrat vorüber­gehend außer­halb der Wohnung befindet. So sind auch Sachen finanziell geschützt, die Urlauber in ein gemietetes Ferien­haus an der Ostsee mitnehmen. Der Schutz gilt meist welt­weit, also auch bei Reisen ins Ausland. Die meisten Versicherer aus dem Test begrenzen den Zeitraum auf eine Abwesenheit von 90 Tagen am Stück, die Versicherer Interrisk sowie die Ammerländer im Tarif Classic begrenzen auf 180 Tage. Im Tarif „Exclusiv“ der Ammerländer gilt der Schutz sogar 360 Tage lang. Doch Achtung: Hausrat in der Schrebergarten­laube oder im eigenen Ferien­haus ist meist nicht mitversichert. Grund: Der Hausrat lagert dort nicht vorüber­gehend. Für ein Ferien­haus als Zweit­wohn­sitz ist eine eigene Police sinn­voll.

Eine Frage des Beweises

Im Fall des Ehepaars Heidel­berg ist noch nicht eindeutig geklärt, ob es sich um einen Einbruch­dieb­stahl im Sinne der Versicherungs­bedingungen handelt. „Für mich lag glasklar ein Einbruch vor“, sagt Uwe Heidel­berg. „Jemand hatte das Hotel­zimmer verbotener­weise betreten. Für Einbrecher war es leicht, die Tür zu öffnen. Dafür braucht man entweder eine Magnetkarte oder verschafft sich illegal Zutritt, indem man die Scheck­karte durch­zieht – man kennt das ja aus diversen Krimis.“ Für den Versicherer ist der Fall nicht so klar. Für Diebstahl aus Hotel­zimmern gelten die gleichen Voraus­setzungen wie für Diebstahl aus der eigenen Wohnung. Versichert ist der „Einbruch­diebstahl“, nicht aber der „einfache Diebstahl“. Dieser kleine Unterschied spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, ob der Versicherer den Schaden ersetzt. Ein Einbruch liegt vor, wenn der Täter eine Sicherungs­einrichtung, zum Beispiel eine verschlossene Tür, aufgebrochen hat. Verwendet der Täter einen Nach­schlüssel, um ein Hotel­zimmer unbe­fugt zu öffnen, wird der Nach­weis eines Einbruchs in der Regel schwierig, da oftmals keine Spuren am Tatort zurück­bleiben. Hotel­gäste sollten den in Hotels oft angebotenen Tresor für die Aufbewahrung wert­voller Sachen nutzen.

Manche Versicherer bieten Zusatz­leistungen

Heidel­bergs wissen noch nicht, ob sie auf ihrem Schaden sitzen bleiben. Der Versicherer hat die Re­gulierung zunächst abge­lehnt, über­prüft den Fall anhand der Ermitt­lungs­akten aber noch einmal. Die Tabelle zeigt güns­tige Tarife für ein Gebiet mit mitt­lerem Einbruchrisiko. Neben der Hausrat- und Außen­versicherung erhalten Kunden meist noch Zusatz­leistungen, für die sie nicht extra zahlen müssen. Zum Beispiel sind sie zu unterschiedlichen Entschädigungs­grenzen bei Diebstahl von Gegen­ständen aus einem Kranken­zimmer abge­sichert, aber auch aus einem Auto, das auf der Straße abge­stellt ist.

Tipp: Die Stiftung Warentest bietet Ihnen einen großen Hausratversicherungs-Test. Für ihn hat Finanztest über 1 000 Tarifbe­rechnungen durch­geführt und die güns­tigsten Angebote von 54 Versicherern für vier Städte und drei Lebens­situationen ermittelt. Ergebnis: Durch einen Tarifwechsel können junge Leute, Familien oder Senioren manchmal 200 bis 400 Euro im Jahr sparen, im Extremfall sogar fast 1 000 Euro.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 29.05.2012 um 17:32 Uhr
Berechnung der Wohnfläche

@fankm: Wie ein Hausratversicherer die Wohnfläche bei Dachschrägen berechnet, ist in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen VHB, die der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft regelmäßig als Empfehlung herausgibt, nicht im Detail geregelt. Es kann also sein, dass Versicherer die Berechnung unterschiedlich handhaben. Generell gilt für die Hausratversicherung: Versicherungsort ist die im Versicherungsschein genannte Wohnung. Dazu können auch gemeinschaftlich genutzte, verschließbare Räume gehören, zum Beispiel Stellflächen im Flur, Fahrradkeller oder Waschkeller des Grundstücks, auf dem sich die versicherte Wohnung befindet. Für Kellerräume gilt: Wenn sie nicht zu Wohn- und Hobbyzwecken genutzt werden, werden diese nicht zur versicherten Wohnfläche hinzugerechnet, aber der Hausrat ist dort versichert. Tipp: Klären Sie im Zweifelsfall direkt mit Ihrem Versicherer, ob Sie die richtige Quadratmeterzahl im Versicherungsvertrag angegeben haben.

fankm am 25.05.2012 um 10:49 Uhr
Berechnung der Wohnfläche unterschiedlich

Bitte schreiben Sie etwas zur unterschiedlichen Berechnung der Wohnfläche für die Hausratversicherung.
Einige Versicherer berechnen die vollen qm ohne Berücksichhtigung von Dachschrägen und Fluren, bei anderen Versicherungen wird der Flur nicht mitberechnet, ist aber trotzdem versichert..