Hausratversicherung: Oft lohnt ein Wechsel

Viele Kunden zahlen zu viel Geld für ihren Hausratschutz. Denn die Preisunterschiede sind enorm: Teure Tarife sind bis zu fünfmal so teuer wie günstige. Sie leisten aber nicht immer mehr. Mit einem Wechsel zu einem günstigen Tarif können Kunden schnell 100 Euro sparen ohne dadurch auf Leistungen verzichten zu müssen.
Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Hausratversicherung

Hausratversicherung 06/2010

  • Adler/PVAG Vödag Basis/Basis
  • Adler/PVAG Vödag Komfort/Komfort
  • Allianz Optimal
  • Ammerländer Classic
  • Ammerländer Comfort
  • Ammerländer Exclusiv
  • Arag Comfort
  • Arag Plus
  • Asstel Basis
  • Asstel Komfort
  • Asstel Plus
  • Axa Boxplus Basis
  • Axa Boxplus Extra
  • Axa Boxplus Standard
  • Axa Hausrat
  • Axa Sicherheit
  • Barmenia Komfort
  • Basler Securitas Ambiente Top
  • BBV Komfort
  • Bruderhilfe Classic
  • Concordia Basis
  • Concordia Basis-Plus
  • Condor Classic
  • Condor Comfort
  • Condor Compact
  • CosmosDirekt Comfort
  • DA Direkt Standard
  • DAS Rundumschutz
  • DAS Rundumschutz spezial
  • DBV Boxplus Basis
  • DBV Boxplus Extra
  • DBV Boxplus Standard
  • DBV Hausrat
  • DBV Sicherheit
  • Debeka Standard
  • Debeka Top
  • Deutscher Ring Basis
  • Deutscher Ring Top
  • DEVK Eisenbahn Komfort
  • DEVK Eisenbahn Plus
  • DEVK Komfort
  • DEVK Plus
  • Docura Basis
  • Docura Komfort
  • Dolleruper Plus
  • Dolleruper Top
  • Europa Basis
  • Europa Komfort
  • Gegenseitigkeit VIT
  • Generali Basis-Schutz
  • Generali KomfortPlus-Schutz
  • Gothaer Hausrat
  • Gothaer Hausrat Top
  • Gothaer Hausrat TopPlus
  • Grundeigentümer Pro Domo Basis
  • Grundeigentümer Pro Domo Komfort
  • Grundeigentümer Pro Domo Premium
  • GVV-Privat Optimal
  • GVV-Privat Optimal-Plus
  • Haftpflichtkasse Da. Vario Plus
  • Haftpflichtkasse Da. Vario Status
  • Häger Basis
  • Häger Kompakt
  • Hamburg-Mannheimer Deckung A
  • Hamburg-Mannheimer Deckung B
  • HanseMerkur Kompakt
  • HanseMerkur Top
  • HDI Direkt Sicherheit
  • HDI Direkt Sicherheit und Spezial
  • HDI-Gerling Exclusive
  • Helvetia Basis
  • Helvetia Komfort
  • Helvetia Kompakt
  • Huk24 Classic
  • Huk-Coburg Allg. Classic
  • Interrisk XL
  • Interrisk XXL
  • Janitos Balance
  • Janitos Basis
  • Janitos Best Selection
  • LBN Hausrat-Besser
  • LBN Hausrat-Gut
  • LVM Basis
  • Mannheimer Basis
  • Mannheimer Komfort
  • Mannheimer Top
  • Medien Komfort
  • Medien Optimal
  • Medien Standard
  • National Suisse Basis
  • National Suisse Basis-Plus
  • National Suisse Ideal
  • NV HausratMaxx
  • NV HausratPremium
  • NV HausratSpar
  • Ostangler Exclusive
  • OVAG Optimal
  • R+V PrivatPolice
  • SHB Standard
  • SHB Zusatzschutz
  • Signal Iduna Basis
  • Signal Iduna Komfort
  • VHV Klassik-Garant
  • VHV Klassik-Garant Exklusiv
  • Victoria Rundumschutz
  • Victoria Rundumschutz spezial
  • Volkswohl Bund Komfort
  • Volkswohl Bund KomfortPlus
  • VPV Exklusiv
  • VPV Kompakt
  • Waldenburger Premium
  • WGV Basis
  • WGV Optimal
  • WWK Komfort
  • WWK Premium
  • Zurich MultiPlus Basis
  • Zurich MultiPlus Top

Hausratversicherung Regionale Anbieter 06/2010

  • A-T-H Silberstedt Basis
  • A-T-H Silberstedt Komfort
  • Feuersozietät
  • Hamburger Lehrer-Feuer
  • HEB Basis
  • HEB Komfort
  • Jevenstedter Basis
  • Jevenstedter Komfort
  • LFV Lehrer-Feuer
  • Lippische Standard
  • Lippische Top
  • Neuendorfer Komfort-Plus
  • Öffentl. Braunschweig Spezial
  • ÖSA HaushaltPlus
  • ÖSA HaushaltPlus mit Deckungserweiterungen
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134 Hausratversicherungen im Test

Finanztest hat 134 Hausratversicherungen untersucht. Die Preisspannen zwischen günstigen und teuren Anbietern sind sehr hoch. So zahlen Kunden in Freital, einem Modellort für den Tarifvergleich, beim günstigsten Tarif Ammerländer Classic 46 Euro im Jahr. Beim teuersten Tarif Zurich MultiPlus Top kostet der Schutz dagegen 211 Euro – knapp fünfmal so viel. Noch extremer ist der Preisunterschied im teuersten Modellort, der Großstadt Köln. Hier verlangt die Grundeigentümer 107 Euro im Jahr. Die OVAG (Optimal) dagegen verlangt 588 Euro. Ein Preisvergleich und der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter lohnen sich also.

Teuer nicht immer besser

Zwar sind auch die Leistungen von Tarif zu Tarif unterschiedlich. Doch das erklärt die hohen Preisunterschiede oft nicht. Beispiel: Nur Einbruchdiebstähle sind in jeder der 134 getesteten Hausratpolicen versichert. 97 Tarife decken aber auch den einfachen Diebstahl von Gartenmöbeln von der Terrasse oder aus dem Garten mit ab – die recht teuren Tarife Multiplus Basis der Zurich und die Rundumschutz-Tarife von Victoria und DAS jedoch nicht. Diese drei Tarife helfen nicht einmal nach einem Diebstahl aus dem Auto – 96 andere Tarife decken solche Schäden. Die Versicherer übernehmen den Schaden auch dann nicht, wenn Geräte aus Gemeinschaftsräumen, zum Beispiel der Waschküche, ohne Einbruch gestohlen werden. Das decken immerhin noch 39 der untersuchten Tarife ab. Viele davon günstiger als die drei.

Viele unzufrieden mit Schadenregulierung

Im Vorfeld der Untersuchung hatte Finanztest Leserinnen und Leser nach ihren Erfahrungen mit der Schadenregulierung durch ihren Hausratversicherer gefragt. Von 77 Versicherungskunden waren 55 teils sogar sehr zufrieden. 22 Leser waren es aber nicht. Sie kritisierten die schlechte Informationspolitik und undurchsichtige Wertermittlung der Versicherer sowie verschleppte Zahlungen, schlechte Kommunikation und unhöfliche Sachverständige.

Undurchsichtige Bedingungen

Ärger entsteht häufig auch durch irreführende Versicherungsbedingungen. Drastisches Beispiel: die Klauseln einiger Versicherungsgesellschaften zu Fällen, in denen sich der Kunde grob fahrlässig verhält, also etwa sein Haus bei gekipptem Fenster längere Zeit verlässt. Kommt es dann zu Schäden, muss der Versicherer nicht voll zahlen. Die Höhe der Erstattungssumme hängt von der Schwere der Fahrlässigkeit ab. Viele Versicherer verzichten in ihren Bedingungen bis zu einer bestimmten Summe auf die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“. Das heißt, sie zahlen voll. Das hört sich toll an und lässt sich als interessantes Extra gut verkaufen. 42 Tarife bieten hier echten Mehrwert. Doch weitere 52 Tarife schränken diese eigentlich positive Regelung in anderen Paragrafen wieder stark ein.

Zu viele Ausnahmen bei der Allianz

Besonders wild treibt es die Allianz. Ausgenommen von der kundenfreundlichen Klausel sind bei ihr: Rauchen im Bett, unzureichende Beaufsichtigung eines offenen Feuers, unverschlossene Fenster und Türen bei Abwesenheit von mehr als einer Stunde und außerdem alle Obliegenheitsverletzungen und Gefahrerhöhungen. Obliegenheiten sind gesetzlich oder vertraglich festgelegte Kundenpflichten wie die Pflicht, den Schaden möglichst gering zu halten. Und davon gibt es eine Menge. Die Allianz verhält sich wie ein Arzt, der dem Patienten Alkohol erlaubt, aber Bier, Wein, Sekt, Schnaps und andere Spirituosen verbietet.

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