Hausrat­versicherung Meldung

In vielen Hausrat­versicherungen sind Hagelschäden mitversichert. Doch längst nicht jeder durch Hagel ausgelöste Schaden ist ein Fall für die Versicherung. Das zeigt ein aktueller Fall, in dem ein Haus­besitzer auf einem Schaden in Höhe von rund 20 000 Euro sitzenblieb: Am Wohn­ort gingen massive Hagelschauer nieder. Durch die Last der Hagelkörner wurde die Kellertür aufgestoßen. Der Hagel taute auf und das Schmelz­wasser beschädigte die gelagerten Gegen­stände. Der Hausrat­versicherer lehnte die Regulierung ab, weil es sich nicht um einen Hagel-, sondern um einen Nässeschaden handelte. Der Betroffene zog vor Gericht, doch die Richter am Ober­landes­gericht Saarbrücken gaben dem Versicherer recht ( Az. 5 W 43/13). Da die Kellertür nicht beschädigt oder aufgebrochen war, handelte es sich auch nicht um einen hagelbe­dingten Folgeschaden. Der liegt etwa vor, wenn Hagelkörner so stark sind, dass sie eine Dachluke zerstören: Prasseln Hagel und Regen dann durch die offene Luke und beschädigen Teppich und Mobiliar, springt der Hausrat­versicherer ein. Auch unmittel­bare Hagelschäden sind versichert, zum Beispiel wenn Hagelkörner die Markise oder Satellitenschüssel beschädigen.

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