Eine Hausratversicherung hilft finanziell, nach Einbruch, Wohnungsbrand, Sturm oder Wasserschaden. Doch für die Absicherung zahlen Verbraucher oft zu viel. Beispiel: Ein Modellhaushalt in Luckau/Thüringen (Versicherungssumme 50.000 Euro) zahlt für den Grundschutz mit AXA Top jährlich 137 Euro. Wenig mehr als ein Viertel davon - nämlich nur 37 Euro - kostet der Grundschutz für den Modellhaushalt bei Quelle. Finanztest sagt, welche Policen besonders günstig sind und worauf Verbraucher vor dem Vertragsabschluss achten sollten.

Grundschutz nahezu identisch

Die so genannte Grunddeckung ist bei fast allen der geprüften Hausratversicherungen gleich. Letztere zahlt entweder die Reparatur oder bei Zerstörung den Wiederbeschaffungswert von Einrichtungs-, Haushalts- und Gebrauchsgegenständen. Allerdings nur, wenn diese durch folgende Ereignisse beschädigt werden:

  • Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Hagel, Sturm
  • Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Raub
  • ausgelaufenes Leitungswasser oder Heizungsflüssigkeit.

Viele Tarife enthalten neben dem Grundschutz noch Extras wie finanzielle Absicherung bei Fahrraddiebstahl oder Diebstahl aus einem Pkw. Dafür müssen Versicherte zwar keinen Zuschlag zahlen. Doch der Grundschutz ist teurer, wenn viele Zusatzleistungen enthalten sind.

Wohnort bestimmt Tarif

Die Höhe der Prämie hängt von der Wohngegend des Versicherungsnehmers ab. In ländlichen, ruhigen Gebieten ist der Schutz preiswerter als in Großstädten, da dort häufiger Schäden auftreten. Die meisten Versicherer teilen daher das Bundesgebiet in vier Tarifzonen ein: Orte mit niedrigem Risiko bis hin zu Orten mit höchstem Risiko (H I bis H IV). Einige Versicherer arbeiten allerdings auch mit sechs Tarifzonen. Für Hamburg, Köln und Frankfurt am Main gilt für Stadtgebiete mit sehr häufigen Schäden die Zone VI. Hier ist die Absicherung besonders teuer.

Tipp: Orientieren Sie sich anhand des Testkompasses, in welche der vier Tarifzonen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit gehören.

Pauschal oder genau

Neben dem Wohnort bestimmt auch der Wert des Hausrates die Prämie. Der Versicherungsnehmer hat zwei Möglichkeiten. Entweder er führt alle Gegenstände der Wohnung in einer Liste auf oder er schätzt den Wert des Hausrats. Bei dieser Pauschalmethode wird pro Quadratmeter Wohnfläche ein bestimmter Geldbetrag - üblich sind 600 Euro - fällig. Wichtig: Den Wert des Hausrats und damit die Versicherungssumme sollten Versicherte nicht zu niedrig schätzen. Sie gelten für Unternehmen dann als „unterversichert“ und erhalten im Schadensfall nur einen Teil der vereinbarten Summe.

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