Einbruch, Blitz, Wasser – eine Hausrat-versicherung kommt für den finanziellen Schaden auf. Doch die Beiträge für eine solche Police sind sehr unterschiedlich.

Bei Gewitter alle Stecker ziehen? Das ist ratsam, denn moderne Elektro­nik reagiert schon auf geringe Spannungsschwankungen sehr sensibel. Und es blitzt und donnert immer öfter: Die Zahl der Blitze hat sich in den vergan­genen zehn Jahren nahezu verfünffacht, so der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft. Allein 2006 gab es rund 450 000 Schäden durch Überspannung. Da hilft eine Hausratversicherung, in der Überspannungsschutz enthalten ist – bei vielen Gesellschaften sogar gratis.

Für die meisten Haushalte ist angesichts der wertvollen Einrichtung eine Hausratversicherung durchaus sinnvoll. Die Versicherung zahlt bei

Einbruch: Der Schutz gilt auch für Keller, Garage und – maximal drei Monate – im Urlaub. Er greift aber nur in Gebäuden, also nicht im Wohnmobil.

Raub: Der Täter muss Gewalt angewendet oder angedroht haben. Nicht versichert ist Diebstahl, zum Beispiel Trickbetrug.

Brand: Bedingung ist eine offene Flamme, die sich allein ausbreiten kann. Nicht versichert sind Sengschäden, etwa wenn die Zigarette einen Fleck ins Sofa brennt.

Blitzschlag: Versichert ist zum Beispiel, wenn ein Blitz die Sat-Schüssel lahmlegt.

Explosion: Wenn der Gasherd explodiert oder der Fernseher implodiert und die Einrichtung ruiniert.

Leitungswasser: Versichert sind Lecks in Rohren und fest damit verbundenen Schläuchen. Nicht aber, wenn ein Eimer umfällt und das Putzwasser den Teppich verschmutzt. Aquarien und Wasserbetten müssen meist extra versichert werden.

Die Hausratversicherung ersetzt aber nur bewegliche Gegenstände, nicht fest-eingebaute Teile wie Tapeten oder festverlegte Teppichböden. Dafür wäre eine Gebäudeversicherung zuständig.

Die Kosten für eine Hausratversicherung sind höchst unterschiedlich. Teure Policen kosten rund dreimal so viel wie preiswerte. Unser Computerservice hilft, einen optimalen Vertrag zu finden.

Beim Preis kommt es vor allem auf die Versicherungssumme an. Sie bemisst sich am Neuwert des Hausrats – also an dem, was die Wiederbeschaffung kostet. Das heißt: Der alte Fernseher wird mit dem Preis für ein heutiges Neugerät angesetzt. Der Neupreis gilt auch für alte Garderobe und jedes noch so verstaubte Buch.

Liegt die Versicherungssumme unter dem wahren Wert des Hausrats, zahlt die Versi­cherung weniger – auch bei kleinen Schäden. Ist beispielsweise Hausrat im Wert von 100 000 Euro nur mit 70 000 Euro versichert, werden von 5 000 Euro Schaden nur 3 500 Euro ersetzt. Wer das vermeiden will, sollte den Unterversi­che­rungs­ver­zicht wählen. Die meisten Anbieter legen dann pro Quadratme­ter Wohnfläche eine Versicherungssumme von 650 Euro fest.

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