Hausratversicherung Test

Etwa 75 Prozent der deutschen Haushalte haben eine Hausratversicherung. Doch es lohnt sich, den Schutz zu überprüfen: Viele Haushalte sind unterversichert oder zahlen einen zu hohen Beitrag. Wer eine günstigere Police wählt, kann je nach Wohnort bis zu 250 Euro im Jahr sparen. Ebenfalls wichtig: eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Sonst zahlt der Versicherer im Schadensfall nur einen Teilbetrag. Finanztest hat 63 Hausrat-Tarife untersucht und sagt, welche Policen besonders günstig sind, welche Extras diese enthalten und was Verbraucher vor dem Abschluss beachten sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Hausratversicherung

Sinnvoll bei teurem Hausrat

Eine Hausratversicherung hilft finanziell bei Schäden, die in der Wohnung durch Brand, Leitungswasser, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Explosionen oder Sturm ab Windstärke acht entstehen. Pflicht ist die Versicherung nicht. Jeder muss selbst entscheiden, ob er den Schutz benötigt. Generell gilt: Je wertvoller die Wohnungseinrichtung, desto sinnvoller ist eine Hausratversicherung.

Auch im Urlaub

Die Hausratversicherung schützt aber nicht nur die eigenen vier Wände. Sie zahlt auch im Urlaub, etwa wenn der Koffer aus dem Hotelzimmer gestohlen wird. Studenten, Wehrdienstleistende und Auszubildende, die ihren Lebensmittelpunkt noch bei den Eltern haben, müssen bis zum Ende der Ausbildung keine eigene Versicherung für ihren Hausrat abschließen. Sie sind auch im Studentenwohnheim oder der eigenen Wohnung über die Eltern mitversichert. Aber nur dann, wenn sie keinen eigenen Hausstand gründen.

Versicherungssumme wichtig

Versicherte sollten darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist. Ist das nicht der Fall, zahlt der Versicherer im Schadensfall nur einen Teilbetrag. Wichtig dabei: Für die Versicherungssumme ist es entscheidend, wie viel die Neuanschaffung des Hausrats kosten würde. Viele Kunden orientieren die Versicherungssumme aber am Wert, den die Gegenstände zum aktuellen Zeitpunkt haben. Um eine Unterversicherung zu vermeiden, können Kunden einen Vertrag mit Unterversicherungsverzicht abschließen. Sie müssen dann pro Quadratmeter Wohnfläche eine Mindestsumme versichert haben. Diese liegt etwa zwischen 500 und 700 Euro. Diese pauschale Absicherung lohnt sich bei durchschnittlichem Hausrat. Wer teure Möbel oder technische Geräte besitzt, kann mit Hilfe der FINANZtest-Checkliste besser den Wert des Hausrats ermitteln und eine günstigere Police abschließen.

Richtig verhalten

Ob die Versicherung nach einem Schaden zahlt, hängt auch vom Verhalten des Versicherten ab. Handeln Kunden grob fahrlässig, weigern sich viele Versicherer den Schaden zu übernehmen. Das ist etwa der Fall, wenn ein Einbrecher durch das angekippte Fenster in die Wohnung gelangt oder der Schlauch der laufenden Waschmaschine platzt und zu diesem Zeitpunkt niemand in der Wohnung ist. Allerdings: Die Grundeigentümer-Versicherung, die Huk-Gruppe, Axa, Debeka und Interrisk bieten seit kurzem auch Tarife an, die auf den Einwand der „grob fahrlässigen Herbeiführung eines Versicherungsfalls“ ganz oder eingeschränkt verzichten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2356 Nutzer finden das hilfreich.