So haben wir getestet

Im Test

Finanztest hat 116 Tarife von 59 Versicherern untersucht, die in mindestens einem der vier Modell­orte aktiv sind. Aufgeführt sind nur Tarife, bei denen der Kunde keinen Selbst­behalt zahlen muss, wenn der Schaden in den Grund­schutz fällt. Spezial­tarife für den öffent­lichen Dienst sind nicht gelistet.

Die Tabelle nennt 95 Tarife, für jeden Anbieter den güns­tigsten und den teuersten oder den mit den geringsten und den meisten Leistungen. Alle Angebote kann der Kunde direkt beim Versicherer abschließen, ohne Makler oder Vertreter.

Jahres­beiträge für Modell­wohnung

Der Modell­kunde ist 35 Jahre alt. Das Einfamilien­haus hat 120 Quadrat­meter und ist Bauartklasse I, hat also feste Mauern und ein festes Dach.

Versichert ist der Grund­schutz: Feuer, Blitz­schlag, Explosion/Implosion, Einbruch­diebstahl/Vandalismus, Raub, Leitungs­wasser, Sturm/Hagel. Zusätzlich sind Fahr­räder mit mindestens 2 000 Euro enthalten. Bei Wert­sachen sind es mindestens 20 Prozent der Versicherungs­summe, bei Über­spannung 10 Prozent (bei Wohn­flächen­tarifen mindestens 15 600 Euro und 7 800 Euro).

Die Preise gelten für Neuverträge mit einem Jahr Lauf­zeit und jähr­licher Zahlungs­weise. Der Modell­kunde hatte in den letzten fünf Jahren keine Schäden.

Die meisten Versicherer teilen das Bundes­gebiet in vier Risikozonen auf. Wir haben die Preise abge­fragt für:

  • 04600 Altenburg: geringstes Risiko,
  • 64289 Darm­stadt: geringes Risiko,
  • 30161 Hannover: mitt­leres Risiko,
  • 51065 Köln: hohes Risiko.

Unter­versicherung. Versichert der Kunde diese Pauschale, gibt es keine Kürzung wegen Unter­versicherung.

Versicherungs­summe/Entschädigungs­grenze. Maximale Erstattung für Schäden an Hausrat, Wert­sachen, nach Über­spannung, bei Fahr­raddiebstahl.

Enthaltene Leistungen

Fast alle Versicherer bieten mehr als den Grund­schutz. Wir haben einige Leistungs­erweiterungen ausgewählt, die ohne Aufpreis im Tarif enthalten sind.

Außen­versicherung. Hausrat ist welt­weit versichert, solange er nur vorüber­gehend außer­halb der Wohnung ist. Dies ist begrenzt auf die genannten Beträge und Zeiträume.

Rück­reise. Muss der Kunde nach einem Schaden eine Reise abbrechen, ersetzt der Versicherer die Mehr­kosten bis zu dieser Höhe, falls der voraus­sicht­liche Schaden den Mindest­betrag über­steigt.

Hotel­kosten. Ist die Wohnung nach einem Schaden unbe­wohn­bar, zahlt der Versicherer eine Ersat­zunterkunft, begrenzt auf diesen Betrag und Zeitraum.

Lager- und Trans­port­kosten. Sie werden für den genannten Zeitraum bezahlt, wenn der Hausrat außer­halb der Wohnung zwischengelagert werden muss.

Umzug. Ist die Wohnung auf Dauer unbe­wohn­bar, werden die Umzugs­kosten bis zu dieser Höhe erstattet.

Diebstahl aus Kfz. Die Zusatz­klausel greift, wenn das Auto an der Straße parkt – oft aber nur tags­über. Das Auto muss verschlossen sein. Ohne diese Zusatz­klausel ist es nur in einer Garage oder einem Park­haus versichert.

Grob fahr­lässig. Mit dieser Klausel verzichtet der Versicherer darauf, die Leistung zu kürzen, wenn der Kunde den Schaden grob fahr­lässig verursacht hat.

Guter Nacht­schutz für Räder. Üblicher­weise muss das Fahr­rad von 22 bis 6 Uhr in einem verschlossenen Raum stehen. Mit dieser Zusatz­klausel darf es nachts auch an der Straße parken, es muss dann aber abge­schlossen sein.

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