Für das gestohlene Fahrrad sollte der Hausratversicherer zahlen, doch er wies den Antrag ab: Der Fahrradliebhaber hatte sein Mountainbike aus Einzelteilen zusammensetzen lassen. Von seinem Fahrradhändler ließ er sich im Nachhinein eine Rechnung von 5 700 Euro erstellen – dabei hatte er gar nicht alle Einzelteile bei dem Händler gekauft. Diese Schummelei bewertete das Oberlandesgericht Karlsruhe als Arglist (Az. 12 U 86/10). Zwar sei nicht erkennbar, dass der Fahrradbesitzer falsche Angaben über die Höhe der Kosten gemacht hatte. Arglistig sei aber bereits der Versuch, durch eine falsche Rechnung die Entscheidung der Versicherung zu beeinflussen. Stattdessen hätte der Fahrradbesitzer die Rechnungen für die einzelnen Bauteile einreichen müssen.

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