Haftpflicht - absolutes Muss

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Die Haftpflichtversicherung ist ein absolutes Muss – nicht nur für Familien mit kleinen Kindern, was eine weit verbreitete Meinung ist. Sie deckt existenzgefährdende Risiken ab: Selbst als Fußgänger können Sie einen Verkehrsunfall verursachen, für den Sie zur Zahlung einer lebenslangen Rente an den Geschädigten verurteilt werden, auch wenn Ihnen selbst dann nur ein Leben auf Sozialhilfeniveau bleibt. Diese Versicherung leistet sogar bei grober Fahrlässigkeit. Lediglich Vorsatz ist ausgeschlossen. Auch Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen sind meist nicht mitversichert.

Auch hier gibt es große Unterschiede bei den Prämien. Günstige Jahresverträge kosten ab etwa 50 Euro.

Deckungssumme: Sie sollte mindestens drei Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen. Noch besser und kaum teurer ist eine unbegrenzte Deckung.

Einschlüsse: Nicht alle Gefahren sind mitversichert. Sinnvoll ist eine Forderungsausfalldeckung. Dann zahlt Ihre Versicherung, wenn Ihnen jemand einen Schaden zugefügt hat, ihn aber nicht ersetzen kann, weil er selbst nicht versichert und zahlungsunfähig ist. Wer einen Hund hält, muss extra zahlen. Das gilt aber nicht für Kleintiere wie Katzen. Falls Sie Öltanks haben, sollten Sie eine GewässerschadenHaftpflichtpolice abschließen.

Selbstbeteiligung: Auch hier senkt sie den Jahresbeitrag nur wenig.

Die Haftpflicht zahlt aber nur, wenn den Kunden wirklich Schuld am Missgeschick trifft. Ist das nicht der Fall, lehnt sie die Regulierung ab. Dann muss er den Schaden aber nicht aus eigener Tasche zahlen, denn ihn trifft ja keine Schuld. Im Zweifelsfall lässt die Versicherung es sogar auf einen Prozess mit dem Anspruchsteller ankommen. Die Police wirkt dann wie eine Rechtsschutzversicherung.

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